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Der Anfang · 1914-06-01 · Heft 2-3 (Juni 1914) · p. Seite 50

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Journal
Der Anfang
Volume
2. Jahr (1914)
Issue
Heft 2-3 (Juni 1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 50 (sequence 14)
Language
German
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müssen wir konsequnt dem Geld alles Ethische, das es heute besitzt, nehmen, denn die heutige Ethik des Geldes ist individuellmaterialistisch: es richtet bald dies, bald jenes Zufällige an. Hier muß ein gemeinsames Handeln aller religiös gerichteten Menschen einsetzen. Das Geld sei Sache. Es bleibe ein Surrogat, denn eigentlich zahlen kann nur das Herz. Aber die Herzen der meisten sind träge, drum muß das Geld der Mittler bleiben; aber ein stummer, ehrlicher Mittler, keiner, den alles als die goldene Mitte anerkennt. Das Geld sei Übergang. Wir wollen es uns in mutiger Beschränkung und Einordnung ins Sozial^ verdienen, weil es das Leben begründet; wenn wir es haben, soll es stets nur Übergang pu Tieferem, Edlerem sein. Heute beraubt uns das Geld der Unmittelbarkeit unserer Gefühle, drängt sich als Wertmesser zwischen uns und die Werte, die ^unserem reinen Wesen, dem unendlichen, entspringen. Wir wollen wieder Absolutheit in der Anschauung und Schöpfung der Werte, ungetrübt durch Geld. Dazu aber müssen wir das Geld überwunden haben — darauf richte sich unsre Erziehung. IV. Diese Erziehung ist die Erziehung jn der Gemeinschaft. Der Weg, das Geld zu überwinden, ist der ^eg zur Gemeinschaft. Dem läuft die wirtschaftliche Entwicklung hart parallel. Aus der Zeit des schrankenlosen individuellen wirtschaftlichen Liberalismus gelangten wir in eine Zeit erhöhter sozialer Verwirklichungen. Die Staatstätigkeit, vor 50 Jahren rein auf Schutz der freien Verträge und des freien Verkehrs beschränkt, greift immer stärker sozialwillentlich ein in das Leben des einzelnen. Die neueren Beschränkungen der Gewerbefreiheit, Staatsmonopole, die großen Sozialversicherungen einerseits — die großen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände andererseits bezeichnen hier den Weg, wie die Macht des Geldes, der nur der einzelne schrankenlos ausgesetzt ist, neutralisiert wird und verwandelt durch Vereinigung. Die tiefste Umwälzung aber vollzieht sich in dem Begriffe des Eigentums. Je mehr der einzelne aufhört, Dinge zu besitzen, je mehr er auf Anteile an andern unpersönlichen Vermögensgesamtheiten angewiesen wird — man denke hier an die fortschreitende Vermehrung der Aktiengesellschaften, Genossenschaften, G. m. b. H. usw. —, desto mehr wird man dazu gelangen, _" r\

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