Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 2. Jahr (1914)
- Issue
- Heft 1 (Mai 1914)
- Date
- 1914-05-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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In diese Lage — fürwahr, auch eine geschichtlich bemerkenswerte — haben ihre Führer jetzt die Jugend gebracht. Und das heilige Fest der Jugend, der Meißnertag, mag jetzt im Sprichwort das Hornberger Schießen ablösen*). III. Wir wollen nunmehr die Motive des Zurückweichens der F. J. aufzeigen, und begnügen uns damit, solche anzuführen, die tatsächlich vorgebracht worden sind. Alle jene Beschlüsse des Marburger Vertretertages liegen in derselben Richtung. Dann auch der Beschluß, daß zur F. J. nur Jugendverbände (mit dem erwähnten Programm freiwilliger Erziehungsbeihilfe) gehören sollten, hatte, wie die Diskussion beweist, so gut wie ausschließlich den Sinn, den Bund für Freie Schulgemeinden (oder sagen wir direkt: Dr. Wyneken) auszuschalten. Für alle jene Beschlüsse ist ein und dieselbe Motivation gültig, und wir wollen sie nun darstellen und beurteilen. Das erste Motiv war einfache Furcht. Man hatte es erlebt* daß man verantwortlich gemacht wurde für das, was einzelne Gruppen, die sich zur freideutschen Jugendbewegung rechneten, gefordert und getan hatten (Sprechsäle, „Anfang"). Aber diese *) Interessant ist es, zu verfolgen, wie schon bei der Drucklegung der Festschrift «Freideutsche Jugend« die Furcht zum Ausdruck kommt, in zu radikalem Lichte zu erscheinen. In dem dort abgedruckten zweiten Aufruf sind verschiedene Stellen anders gefaßt als in seiner ursprünglichen Form, wie er überall verbreitet wurde. Wir setzen diese Stellen hierher und fügen in Klammern die Fassung hinzu, die sie in der Festschrift erhalten haben: »Die deutsche Jugend steht an einem geschichtlichen Wendepunkt (entscheidenden Wendepunkt). Die Jugend, bisher . . . angewiesen auf eine passive Rolle des Lernens, auf eine spielerisch-nichtige Geselligkeit.. . (nur: angewiesen auf eine passive Rolle). ... Sie versucht, unabhängig von den trägen Gewohnheiten des Alten und von den Geboten einer häßlichen Konvention sich selbst ihr Leben zu gestalten (Sie versucht, unabhängig von den Geboten der Konvention sich seibt ihr Leben zu gestalten). ... sie glaubt, daß nichts heute unserm Volke nötiger ist als solche Geistesverjüngung (fehlt ganz). . . . Uns allen schwebt als gemeinsames Ziel die Erarbeitung einer neuen, edlen, deutschen Jugendkultur vor (Uns allen schwebt als gemeinsames Ziel vor die Erarbeitung neuer Lebensformen, zunächst für die deutsche Jugend).« Die ursprüngliche Fassung ist die von den Verbänden unterschriebene und im offiziellen Einladungsblatt verbreitete Es wäre interessant, zu erfahren, wer die verwässerte Fassung in der Festschrift gemacht hat, und wer den Betreffenden dazu autorisiert hat. U. A. w. g. 4