Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 12 (April 1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- Seite 390 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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die er dem „Anfang" als Feigheit und Unvornehmheit ankreidet, jetzt selbt ganz fidel anwendet! Vielleicht schreibt er jetzt mal über die „Beispielspädagogik des?Anfangs'4'? D. .4. Berichtigung Zu der Wiedergabe meiner Diskussionsrede in der Versammlung der Freideutschen Jugend zu München am 9. Februar 1914 in Heft 11 S. 336 des »Anfang« habe ich berichtigend zu bemerken: Ich habe nicht gesagt: „Wyneken habe nicht die F. S. G. Wickersdorf gegründet, sondern Paul Geheeb", sondern ich führte aus: «Welches Licht wirft es auf die Lauterkeit dieses Verkünders der unbedingten Wahrheit, daß er sich immer, so auch heute wieder allein als Begründer der F. S. G. Wickersdorf bezeichnet, wo doch der Leiter der Odenwaldschule Paul Geheeb zum mindesten Mitbegründer dieser Schule war und zunächst aHein die staatliche Konzession erteilt bekommen hatte." Das Ende meiner //Anklagerede" wurde nicht nur mit »Zischen, Widerspruch und Mitleid44, sondern auch mit lautem Beifall aufgenommen. Dr. Ernst Reisinger, München. Nachschrift. Da Herr Dr. Reisinger, unter Berufung auf das Preßtet/, darauf besteht, daß wir seine unrichtigen Behauptungen im Wortlaut bringen, so müssen wir ihm den Gefallen tun. Wir haben dazu jedoch das Folgende zu bemerken. 1. Nach unserer und anderer Zeugen Erinnerung hat Herr Dr. R. eben nicht, wie er jetzt angibt, gesagt, Herr Geheb habe „zunächst" allein die Konzession besessen, sondern ganz allgemein, er habe sie allein besessen. 2. Zur Sache. In jener Versammlung bezeugten Herr Dr. Krebs aus Wickersdorf es als einstimmige Ansicht der Wickersdorf er Lehrerschaft, insonderheit derer, die die Gründungszeit mitgemacht haben, und Herr Reichstagsabgeordneter Rechtsanwalt Heine als damaliger Syndikus der Anstalt und in alle Vorgänge aufs genaueste Eingeweihter, daß der Gedanke, der Plan, oder wie soll man es nennen? kurz, der ganze geistige Typus der F. S. G. einzig und allein von mir ausgehe* und nicht von dem Herrn Paul Geheeb. Wie denn auch ich allein ihr Programm entworfen und sie literarisch vertreten habe. Von der praktischen organisatorischen und pädagogischen Arbeit ganz zu schweigen. Soll ich denn wirklich aus meiner Reserve heraustreten und als Urkunden die Zeugnisse und Äußerungen des damaligen Aufsichtsrats der Gesellschaft anführen? 3. Die Konzessionsgeschichte verlief so. Als vor der Eröffnung von Wickersdorf schon die Konzession für Herrn Geheeb und mich gemeinsam ausgefertigt war, lief gegen mich eine Denunziation eines Pfarrers wegen angeblicher Irreligiosität ein. Darauf wurde die Konzession, soweit sie mich betraf, von dem betr. Staatsrat (Trinks heißt er) zurückgezogen und Herrn Geheeb allein unter der Bedingung gegeben, daßrich an der zu gründenden Anstalt nicht beteiligt sei. (Dies geschah, ohne daß man mir von jener Denunziation auch nur Mitteilung gemacht hätte.) Herr Geheeb erklärte der Behörde jedoch, daß er sich ohne meine Mitwirkung der Sache nicht gewachsen fühle, und seinen und meinen vereinten Anstrengungen gelang es, während des Sommerurlaubs des Herrn Trinks ein unmittelbares Eingreifen des Herzogs von Sachsen-Meiningen zu erwirken, wodurch eine Nachprüfung des Falles angeordnet wurde, die zu meinen Gunsten ausfiel. Nun wurde ich nachträglich als Mitleiter bestätigt und war dem Herrn Geheeb in der Leitung völlig koordiniert. Daß ich Mitinhaber der Konzession war, ging schon daraus hervor, daß nach Herrn Oehrebs Ausscheideil die Behörde erklärte, die.Konzession sei nur uns beiden rrHH w«h>h inn} mit ifcw Att§&$teül?ri eijH** T*?il* efhHs* ti*u, 390