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Der Anfang · 1914-02-01 · Heft 10 (Februar 1914) · p. Seite 318

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 10 (Februar 1914)
Date
1914-02-01
Page
Seite 318 (sequence 28)
Language
German
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2 jetzt etwas im Hintergrund. Man findet auch weniger Artikel als/ sonst von uns in der Hochschulzeitung. Leider! — Die Konsti^ tuierung eines Sprechsaales ist zu verzeichnen. Auf eigene Initiätive einiger Schüler. Wir stehen nur Gevatter. Unsere Märchea* r Vorlesungen sind nach wie vor in Schwung. Auch hier gewisse'/ Mauserungen in Prinzip und Methode. Sie waren von den Gründern? als , Jugendpflege4' gedacht, als „soziale Arbeit" gegen Schund und Kinoseuche. Wir wollen sie jetzt außerdem als Wirkungsstätte, als / Betätigungsfeld der „neuen Gesinnung" auffassen und entsprechend.^ ausbauen. Einmal haben wir auch eine Wanderung unternommen^ mit etwa 80 Kindern. Öffentliche Vorträge werden wohl m diesem Semester kaum noch steigen, außer etwa einem von Prof. * Natorp-Marburg über die „freideutsche Jugendbewegung". Die Unterhandlungen sind im Gange. — Auch im pädagogischen Universitätsseminar regt sich Geist vom Wandervogel. Schon haben einige Mitglieder der „Gruppe" einen Wanderbund mit Selbstverwaltung usw. an der Übungsschule zustande gebracht. Die Jungen sind mit Begeisterung dabei. Wir wollen uns gegebenenfalls dem „Wandervogel" anschließen. Also doch wahrlich genug „positive Arbeit" auch bei uns schnöde verdächtigten Freiburgern. — Auch aus Göttingen liegt die Meldung einer konstituierten * Freiburger Gruppe vor. P., Mitglied des A. C. S. Stuttgart Sprechsaal Besprochene Themen: Die Entstehung der Burschenschaften. — Warum haben wir gegenwärtig so wenig Charaktere? — Deutscher Chauvinismus, — Idealismus und Wirklichkeit. Außerdem fand eine Versammlung statt, in der Organisationsfragen besprochen wurden. Wir beschlossen, um eine gewisse Arbeitsteilung einzuführen, eine volkswirtschaftliche, eine philosophische und eine literarische Gruppe zu gründen. Die erste derselben, von Kamerad Bergsträßer geleitet, hat bereits mit ihrer Tätigkeit begonnen und zählt 6—8 Mitglieder. Ferner ist es uns gelungen, zwei Mädchen als Mitglieder und zwei als Gäste zu gewinnen, welche jedoch nur an den Gruppenversammlungen teilnehmen. Kurz danach hielten : wir eine Versammlung ab, in der ein Professor des hiesigen Eberhard-Ludwig-Gymnasiums über „Was bedeutet Jesus für den modernen Menschen" sprach. Der Vortrag hatte eine große Anzahl von Gästen und Eltern herbeigelockt und wir konnten zu unserer Freude die Anwesenheit von über 50 Personen feststellen! Wir führen seitdem eine „Freundesliste", in der sich Eltern, Lehrer und sonstig^ erwachsene Personen eintragen können, ohne dadurch irgendwelche

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