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Der Anfang · 1914-01-01 · Heft 9 (Januar 1914) · p. Seite 269

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 9 (Januar 1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 269 (sequence 13)
Language
German
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bewegung ignorieren zu wollen. Das nenne ich Dünkel. Die billige, gehässige Art und Weise z. B., wie über den „Anfang" gehöhnt wird. Dünkelhaft, kurzsichtig und unehrlich ist das. Genau so dünkelhaft trat man (d. h. die Führerzeitung) zunächst der Freien Schulgemeinde gegenüber. Und hat umlernen müssen (d. h., ob die Führerzeitung lernen kann, bezweifle ich). So wird man eben auch über den „Anfang" umlernen müssen. Wir vom „Anfang" wünschen die regste Mitarbeit des W. V.s. Möge er so schreiben, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Wir wünschen alle Richtungen der Jugend bei uns zu Worte kommen zu lassen. Zu besonderer Freude gereicht es mir, Certamens Angabe über die Haltung des W. V.s auf dem Hohen Meißner zu bestätigen. Der Vertreter des E.V. erklärte dort: „Wir stehen hier der Freien Schulgemeinde am nächsten"; und ebenso habe ich vom Jung-W.V. den Eindruck, daß in ihm das Gefühl der Zusammengehörigkeit mit der F. S. G. vorherrscht. Aber dies Gefühl herrscht auch bei mir vor. Von Geringschätzung des W.V.s kann bei mir wahrlich keine Rede sein. Ich verweise nur auf meine Broschüre: „Der Gedankenkreis der Freien Schulgemeinde. Dem W. V. gewidmet" (E. Matthes, Leipzig) und meinen Aufsatz über „W. V. und F.S.G." in Nr. 11/12 des „Jung-Wandervogels". Bei dieser Gelegenheit noch ein Wort über die berüchtigte antisemitische Nummer der W. V.-Führerzeitung. Man braucht auf die Frage selber gar nicht einzugehen und muß doch diese Hetze einfach schmählich nennen. Denn hier wurden Kameraden angepöbelt und verhöhnt. Nicht einzelne, die etwas verschuldet hatten, sondern eine ganze Gesamtheit als solche. Die Führerzeitung beschimpfte die Juden, während noch Juden im W. V. waren. Einen Teil der eigenen Genossen überfiel man plötzlich ohne Anlaß. Wenn der W.V. Kameradschaft noch heilig halten will, so muß er hieraus die Folgen ziehen. Und es genügt nicht ein flaues Abrücken seitens der Bundesleitung und die Erklärung, die Führerzeitung habe keine amtliche Bedeutung. Dr. O. Wyneken 269

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