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Der Anfang · 1913-12-01 · Heft 8 (Dezember 1913) · p. Seite 253

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 8 (Dezember 1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 253 (sequence 29)
Language
German
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b) dafür zu sorgen, daß jedes einzelne Stück eine möglichst weitgehende wissenschaftliche Verwendung erfahre. 4. D......... Unterzeichnete behält sich vor, einen beliebigen Teil dieser Sammlung eine beliebige Zeit in seiner eigenen Wohnung aufzubewahren, verpflichtet sich aber für diesen Fall die Materialien in den Sammelumschlägen des Archivs zu belassen und einzelne Stücke auf Wunsch der Leitung für eine bestimmte Zeit dem Archiv zur Verfügung zu stellen. 5. Das Archiv verpflichtet sich, von heute bis längstens zum....................... die nötigen Katalogisierungsarbeiten vollzogen zu haben und wird am...................... die Stücke Nr.................. zur Autbewahrung übersenden. Batam: Name und Adresse: Für das Archiv phil. Siegfried Bernfeld. Nietzsche als Erzieher*) Die Regel ist, daß große Männer nur solange sie leben verdächtigt werden. Otto Ernst hat in seinen Vorträgen gegen Nietzsche eine Ausnahme von dieser Regel gemacht, und diese Ausnahme ist für die Bedeutung Nietzsches bezeichnend. Nietzsches Geist spricht so voll, so lebendig zu uns, so aggressiv, aus seinen Angriffen tönt so viel „klingendes Spiel", daß sich die Allzuvielen noch nicht den Luxus leisten dürfen, Nietzsche gerecht zu w.erden. Nur etwas Totes, Erledigtes wird mit den beschwichtigenden Qesten der Anerkennung und Würdigung für immer zu Grabe getragen. Nietzsche aber ersteht auf und steht als das schlechte Gewissen vor den Allzuvielen, den Allzualten. Allerdings, zwei verschiedene Gruppen ziehen es vor, mit Nietzsche nicht in der Front zu kollidieren; sie verstecken sich hinter ihm. Zuerst waren das die Cafehaus-Nietzsche- Gigerl, wie sie Walter Hammer nennt, und jetzt sind es die Rückschrittler. Diese haben erst in letzter Zeit Nietzsche „entdeckt" und versuchen nun, seinen exklusiven Willen mit ihren unsozialen Trieben zu identifizieren. Die übermenschliche Herrenmoral Nietzsches soll als philosophische Rechtfertigung einer privilegierten Kaste dienen. Nach Otto Emsts Vorträgen bot sich uns das nachdenkliche Schauspiel, daß Blätter wie die „Deutsche Tageszeitung" auf wirklich schneidige Weise für Nietzsche, den internationalen Atheisten, eintraten, und Otto Ernst, wie es ihm gebührte, mit Spott und Hohn überschütteten. Die Jugend, die für Wahrhaftigkeit kämpft, als den Zustand, in dem sich allein Menschlichkeit ungetrübt entwickeln und entfalten kann, ist es Nietzsche schuldig, hier die Augen aufzumachen. Bereitet sich nicht ein neuer, der gefährlichste Mißbrauch *) Nietzsche als Erzieher, von Walter Hammer. Leipzig, Dr. Hugo Vollrath, Verlag. 253

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