Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 8 (Dezember 1913)
- Date
- 1913-12-01
- Page
- Seite 225 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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DER ANFANG ZEITSCHRIFT DER JUGEND HERAUSOEGEBEN VON GEORGES BARBIZON, BERLIN / SIEGFRIED BERNFELD, WIEN BERLIN l.Jahr DEZEMBER 1913 Heft 8 WIEN „Der Anfang" erscheint als Monatsschrift zum halbjährlichen Bezugspreis von 2 Mark bzw. 2,50 Kronen (im Auslande zu 3 Mark). Wird durch den Buchhandel, durch die Post oder direkt vom Verlag bezogen. Eine Frage Von Hermann, Primaner in München In der bei Eugen Diederichs erschienenen der freideutschen Jugend gewidmeten Festschrift haben eine Reihe bewährter Männer Freundesworte an die Jugend gerichtet und an sie die eindringliche Mahnung ergehen lassen: Seid jung! „Jung sein heißt aber, frei sein, echt und wahr, heißt selbständig denken, ohne knechtische Unterwerfung unter überkommene Autoritäten, unter überkommene Konventionen." (Arthur Feiler, S. 66/67.) Nun befindet sich aber noch ein großer Teil der freideutschen Jugend auf den Schulen. Gilt auch für diesen die Mahnung des Jungseins, d. h. des Wahrseins? Sollen wir, um ein praktisches Beispiel zu nennen, uns künftighin weigern, zu beichten, den sonntäglichen Schulgottesdienst zu besuchen, in den konfessionellen Religionsunterricht zu gehen oder wenigstens in ihm zu heucheln, indem wir nicht widersprechen, uns weigern, uns gegen unsere Überzeugung kirchlich konfirmieren zu lassen? Wenn wir das tun, so ist die selbstverständliche Folge die Wegweisung von der betreffenden Anstalt, ev. die gänzliche Ausschließung vom Schulunterricht. Damit wäre erstens vielen Eltern ein großer finanzieller Schaden zugefügt, und zweitens wäre für uns nichts gewonnen: wir würden nach wie vor gezwungen, zu beichten, in die Kirche zu gehen, den konfessionellen Religionsunterricht zu besuchen. Und doch könnte es einen Wert haben, wenn wir so handelten. Vielleicht gewännen auch andere den Mut, die 225