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Der Anfang · 1913-11-01 · Heft 7 (November 1913) · p. Seite 204

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 7 (November 1913)
Date
1913-11-01
Page
Seite 204 (sequence 12)
Language
German
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Es sind zwar auch nicht mehr als 20 Prozent, aber es sind auch die einzig Aktiven, die einzig Regsamen, die sich um einen etwas weiteren Horizont bemühen als den eines stumpfsinnigen Schülerdaseins und eines noch stumpfsinnigeren akademischen Brotstudiums (verbunden eventuell mit einem allerstumpfsinuigsten Korporationsstudententum). Sie werden sich durehsclzcii, den Ton angeben! Wir siud's! Was also erwarten wir von der weiblichen Jugend? Die schlichte Antwort: Menschlichkeit! Menschliches Verständnis auf der Grundlage von Kameradschaft der beiden Geschlechter. Keine Poussage wünschen wir uns, sondern eine Kameradin, die uns versteht, auch wenn man sie nicht in aller Öffentlichkeit vor den Augen der Ballmutter übers Parkett drückt. Menschlichkeit. Nur andeuten will ich in Punkten, wo heute das Mangelhafte besonders kraß zutage tritt. „Schon in der Jugend sollen beide Geschlechter nicht nur die gleiche Sprache sprechen und verstehen lernen, sondern sie auch miteinander sprechen." (Wyneken, Schule und Jugendkultur, S. 46.) Unmittelbar neben diese überzeugende Forderung Wynekens stelle ich eine Jnschrift, die ich vor einiger Zeit auf einem Münchener Universitätslokus fand: „Wenn du ein Weib „ — — so hast du ihre Psyche ausgeschöpft." (Nach diesem Rezept lebt der Student, um dieses Faktum kommt man nicht herum.) Und ich erlaube mir die Frage: Wie kann man an die Ehe glauben, wenn man täglich sieht, wie Leute den „Bund fürs Leben" schließen, die gar keine Grundlage zur Verfügung hatten, um sich kennen zu lernen und verstehen zu können? Unsere heutige Ordnung steht all dem ganz hilflos gegenüber. Ich habe diesen hohen Gesichtspunkt vorangestellt, weil ich weiß, daß es Mädchen gibt, die das ängstliche Gefühl haben, daß sie einmal über Fragen entscheiden sollen, denen sie absolut nicht gewachsen sind. Mädchen, die dunkel ahnen, daß sie doch wohl nicht von der Natur dazu bestimmt sind, Arbeitstier (alias Hausfrau) eines Mannes zu sein, dessen bereits einigermaßen ramponierter Zustand eine ruhige Häuslichkeit wünschenswert erscheinen läßt, von dem sie im übrigen „zu den genießbaren Sachen" gezählt werden (um mit Kant zu reden). Solche Mädchen werden auch wenig Trost finden in dem schönen Sprüchlein: „Die I ridrnsrh.ift flieht, die I irbr muH «U4

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