Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 7 (November 1913)
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 199 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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luhaiht Uli Itl \i illt'tlii'll, itull ilci l'iViiJrllfotllt* JlJ^emltctg aUtf diesen zwei Gruppen, Lebensreformern und Geistesreformern, zusammengesetzt war, die in jeder Rede aufeinander platzten. Nur mit dem Unterschiede, daß dies auf dem Hanstein in offner, unverblümter Form geschah, während auf dem Hohen Meißner die verschiedenen Richtungen, um das Fest nicht zu trüben, in versteckten Angriffen einander bekämpften (Beispiel: Keil- Wynekcn: Chauvinismus Friedcnskultur). Nicht jeder wird sich dieses Kampfes iu vollem Malte bewußt geworden sein. Ich selbst hielt diese Meinungsverschiedenheiten nicht für so tiefgehend, wie sie in Wirklichkeit waren. Erst auf der Heimfahrt konnte ich mich vom Gegenteil überzeugen. Ich war nämlich mit einigen Führern des Wandervogels und des Vortrupps ins Gespräch gekommen und lobte nichtsahnend Wynekens Festrede vom Sonntag. Plötzlich stürzten alle über mich, d. h. eigentlich über Wyneken, her und versuchten, mir das Gegenteil von dem zu beweisen, was ich gesagt hatte. Doch es blieb nur bei dem Versuch. Dagegen wußte ich jetzt, wie es mit der vermeintlichen Einigkeit stand. Das jugendliche Fest, das wir gefeiert haben, ist vorüber, und wir müssen jetzt offen miteinander reden. Beide Richtungen, die Lebensreformer und die Oeistesreformer, haben dasselbe Ziel: sie wollen der Jugend helfen. Nur über den Weg sind sie sich noch nicht einig. Die Lebensrefonner wollen, daß wir den Feinden der Menschheit, dem Alkohol und dem Nikotin, den Rücken kehren. Der Körper muß gesund sein, wenn der Geist etwas Großes leisten soll. Anders denken die Geistesreformer: auch sie erstreben eine Kräftigung des Körpers. Doch den größten Wert legen sie auf die Schulung des Geistes, nicht durch Büffeln und sonstiger Gedächtnisgymnastik. Die Jugend muß lernen, klar ihren eigenen Gedanken nachzugehen, mögen sie auch noch so falsch sein, etwas steckt immer dahinter. Um dies zu erreichen, brauchen wir zweierlei: Freiheit von falscher Bevormundung seitens der Schule und statt dieser Bevormundung geeignete Führer und Berater. Fs ist notwendig, diesen Unterschied festzustellen. Denn nichts kann der Freideutschen Jugend dienlicher sein, als eine freie Aussprache, als ein Kampf der beiden Richtungen untereinander. Dann werden sie — nicht gleich, aber nach einer Reihe 199