Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 7 (November 1913)
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 198 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Interessen und Leidenschaften hineingetragen werden. Wir werden Wache stehen. Wir betonen, daß wir als einen solchen Fremdkörper in der Freideutschen Jugendbewegung jede politische oder halbpolitische Strömung ansehen, ob sie sich nun positiv oder negativ äußern sollte, sobald sie in irgendeiner Form zum Programmpunkt gemacht wird. Völlig kalt läßt uns, um das gleich zu sagen, die feige Verdächtigung solcher, die sich hinter den Schutz ungeläuterter Masseninstinkte und herrschender Phrasen vor dem Kampf mit ehrlichen Waffen verkriechen und von dort her ihre vergifteten Verdächtigungen gegen uns abschießen, als da ist: wir seien nicht „national" oder deutsch gesinnt. Wir glauben dem Vaterlande besser, als mit dem patriotischen Geschrei, mit positiver Arbeit zu dienen, indem wir einfach an der besseren Lebensgestaltung seiner Jugend, an einem tieferen Verständnis für die Bedürfnisse dieser Jugend und damit für die Zukunft der Nation arbeiten. — Und wir werden uns darin nicht durch das Geheul derer beirren lassen, die ein Interesse daran haben, daß das Volk dumm und die Jugend dumpf bleibe. D. A. Es muß gesagt werden (Zum Freideutschen Jugendtage) Von Verhol, Primaner, Weimar Heimgekehrt sind jetzt die vielen, die aus allen Richtungen zum Hohen Meißner gewandert waren. Sie haben von diesem Feste viel mit nach Hause gebracht. Ich will hier nicht über die auf dem Hohen Meißner erlebten fröhlichen Stunden plaudern; Sie werden die Erinnerung an den ersten Freideutschen Jugendtag nur tiefer einprägen helfen. Von dem Ernsten dagegen soll jetzt die Rede sein, von den Gedanken und Gruppen, die in der Freideutschen Jugend herrschen, und d>e naturgemäß zu Kämpfen führen mußten. Es wäre ja auch verwunderlich, wenn alle diese verschiedenen Richtungen sich ohne weiteres decken würden. Alle Reden — bis auf die des Pfarrers Traub — zeigen klar das Vorhandensein zweier getrennter, sieh feiiidlit h ßcgrniibrrH teilender U nippen, die ti li mit den Sthlaj»- WÖrtein Lebehbiefoi in Ueistesiefm tu bezeichnen will. Wir dürfeu, welcher der beiden Richtungen wir auch angehören, die 198