Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 6 (Oktober 1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 189 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Umschau Mitteilungen des A. C. S. Da die Organisation des A. C. S. notwendigerweise ein getrenntes Arbeiten bedingt (nur die Wiener Mitarbeiter treffen sidt in zwanglosen Zusammenkünften), andererseits aber für jeden eine Orientierung über die geleistete Oesamtarbeit wünschenswert ist, so werden jetzt in zwangloser Folge allen Teilnehmern und Freunden Berichte über den Stand der Arbeiten zugeschickt. Die Rundschreiben, die durch die stets erweiterte Organisation immer nötiger werden, können nun auf diesem Wege leicht vermittelt werden. Bericht über das I. Semester. Im Januar 1913 wurde das Programm und der vorläufige Arbeitsplan festgelegt, eine Geschäftsordnung entworfen und der Arbeitsleiter bestimmt. Die leitende Idee des A. C. S. ist die Arbeit an der Jugendkultur. Dieses Wort, von Gustav Wyneken geprägt, wurde definiert als jene Gestaltung der Lebensverhältnisse der Jugend, die der Sonderart ihrer Natur entspricht. Das Arbeitsgebiet wurde nach drei Richtungen abgegrenzt: 1. Beiträge zur wissenschaftlichen Fundienuig, des Begriffe, der Aufgaben und der Technik der Jugendkultur; 2. Verbreitung des. Begriffes und der Gesinnung Jugendkultur unter der Studentenschaft; 3. Einrichtung und Unterstützung von Unternehmungen, die der Schülerschaft wenigstens fragmentarische, neben der Schule und der üblichen Lebensweise herlaufende Mittel zur Jugendkultur geben sollen. Von diesen Aufgaben wurden im 1. Semester die folgenden in Angriff genommen. Zu 1) Die Hinrichtung des Archivs für Jugendkultur wurde begonnen. Dieses will eine umfassende Sammlung wissenschaftlich zu verwertender Dokumente sein für die Sonderart des jugendlichen Lebens und für den inneren Zustand des gegenwärtigen Schul- und Familienlebens. Der Plan des Archivs unef die Aufforderung zur Materialsammlung wurden in einem Aufsatz im „Anfang" veröffentlicht; Sonderabzüge dieser Arbeit einer Anzahl von Schüfern, Studenten, Forschern und Redaktionen gesandt. Bisher haben sich die Zeitschrift für angewandte Psychologie, die Zeitschrift für pädagogische Psychologie und das Archiv für Pädagogik bereit erklärt über das A. J. zu berichten. Als Sammler haben sich gemeldet und betätigt Schüler, Schülerinnen und Studenten in Berlin, Wien, Heidelberg, München. Von den geplanten Verträgen mit Redaktionen und Teilsammlungen wurde als erster der Vertrag mit der Redaktion des „Anfang" abgeschlossen, andere sind vorbereitet oder dem Abschluß nahe. Ein Rundschreiben an die Sammler, Ende August versandt, machte besonders auf Schülerzeitschriften aller Art aufmerksam. Bis jetzt gelangten auf diese Weise über 120 Hefte in den Besitz des Archivs. Der Oesamtstand sind über 500 Nummern. Der Beginn der Katalogisierungsarbeiten wurde durdi eine namhafte Spende von Rudolf Goldscheid ermöglicht, dem wir auch an dieser Stelle unsern herzlichsten Dank aussprechen. Von den geplanten größeren Spezialsammlungen wurde als erste die Rundfrage über den Zustand des Vereinswesens an deutschen und österreichische*» 189*