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Der Anfang · 1913-09-01 · Heft 5 (September 1913) · p. Seite 156

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 5 (September 1913)
Date
1913-09-01
Page
Seite 156 (sequence 28)
Language
German
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Gefühlsseligkeit gegen Ehrfurcht zu vertauschen?? — Ich glaube nicht. Aber davon bin ich überzeugt, daß die Jugend kommen und sich zu solch hochgemutem Tun bereitfinden wird. Es ist nämlich ein Tun, das hier geschehen muß; denn leicht gemacht das gestehe ich offen — wird einem die Erarbeituno des neu entdeckten Schatzes gerade nicht. Aber die Mühe lohnt sich! Vieles wird eingerissen, aber Licht bricht herein und Luft, in der sich's atmen läßt. Niemand befürchte, daß der Kunstgenuß etwa durch eine solche neue und ernstere Art des Hörens beeinträchtigt werde; vielmehr befähigt diese zu einer Kraft und Glut des Erkennens und Genießens, welche die bisherige landläufige Betrachtungsweise und den bis jetzt gepflogenen Musikgenuß als im ehrerbietige Schlemmerei erscheinen läßt. Das sind die Gründe, die dieses Buch im besten und auszeichnendsten Sinn zu einem Buch für uns, die Jugend, machen, und ich wünsdie ihm unter den Lesern und Mitarbeitern des „Anfang" einen großen und treuen Kreis von Anhängern. Nicht umsonst soll der Verfasser sein Budi dem Begründer der „freien Schulgemeinde" Dr. Wyneken, und in ihm also der gesamten erwachenden Jugend gewidmet hiaben! I ritz R. Umschau Festordnung des Freideutschen Jugendtages. Freitag, den 10. Oktober Kämpfe und Ziele. Eine Uundsprachc. In dem großen Saale der Burg Hanstein kommt am Freitag Abend eine beschränkte Anzahl von Vertretern der freideutschen Jugend zusammen, um sich iüber ihre Einzelbestrebungen zu äußern und den Weg zu gegenseitigem Verständnis zu bahnen. Sonnabend, den 11. Oktober Vom Hanstein wandern die Teilnehmer über Oberrieden—Braunsrode nach der Casseler Kuppe auf den Hohen Meißner. Bis 1 Uhr nachmittags sollen die verschiedenen Gruppen den Hohen Meißner erreicht haben. Um 1 Uhr wird das Abkochen beginnen, das bis 3 Uhr beendet sein muß. Danach gedenkt man Wertkämpfe, volkstümliche Spiele und Volkstänze zu veranstalten. Inzwischen ist von den verschiedenen Eisenbahnstationen die Hauptzahl der Teilnehmer, die nicht auf dem Hanstein waren, herangekommen. Im Abenddunkel geht es zum Feuerplatz auf freier Höhe. Die Fackelträger ent- 156

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