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Der Anfang · 1913-09-01 · Heft 5 (September 1913) · p. Seite 153

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 5 (September 1913)
Date
1913-09-01
Page
Seite 153 (sequence 25)
Language
German
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gekannt. Immer korrekt, immer korrekt. Hat grüßen können ganz genau nach Vorschrift. Immer korrekt. Aber kein Dienstmädchen war vor ihm sicher. Dieser hundsgemeine'Kerl!____" ,,Wenn's auf die Liederlichkeit in X. ankäme, dann hätten wir hnkl einen Niedergang1 unserer ganzen Kultur. Ist auch kein Wunder! Hmte glaubt jeder I adin jüngling /.um gebildeten Volk zu gehören, wenn er Monist oder freireligiös ist. Diese verfluchte Schweinebünde! Ja, ja, wir haben's herrlich weit gebracht! Das Fleisch kostet 1 Mark 10 Pfennig. Wenn man seinen Ofen ausputzen läßt, dann kostet's gerade so viel, als wenn man sich einen neuen kautt. Die Bäcker sind die größten Schwindler; die backen lauter Luft in den Teig. Dabei gibt's in X. eine ganze Menge Freßvereine. Diese Leide fressen schlechter als die Schweine. Ein Schwein hört wenigstens auf, wenn's genug hat. Aber die nicht, diese Sehweinebande. Wenn sie nur wenigstens als Säue auf die Welt gekommen wären, dann hätten wir wenigstens keine Fleischteuerung. Aber ich hab's auch schon immer gesagt. Das dümmste Volk in unserem Volk sind die Arbeiter. Es gibt nichts saudümmeres und wahnsinnigeres als unser Arbeitergesindel. Die saufen siCh alle zu Tode. Unsere Offiziere sind aber um kein Haar besser. Die Kerle gehen auch alle frühzeitig zugrunde. Es gibt unter diesen Offizieren Kerle, die schlechter sind als ein X.cr Zuhälter, die mit fünf, sechs Frauen, Prostituierten, auf einmal umgehen. Und solche Leute werden in unserer Gesellschaft geehrt. Da wurde mir kürzlich in L. eine Villa gezeigt, deren Besitzer in der Umgegend sehr angesehen ist, weil er steinreich ist. Dieser Mann hat all sein Geld durch ein Hurenhaus verdient, das er früher in N. hatte. Trotzdem verkehren die besten Kreise mit ihm; ja, sie suchen sogar seine Gesellschaft. Pfui, sind das auch Leute? Solch ein liederliches Pack. Ja, es gibt hier noch viele Leute, die bloß angesehen sind, weil sie reich sind. Gelernt haben sie nichts, sie sind saudumm; aber sie werden geehrt. Was sollen denn solche Leute den ganzen Tag anfangen? Sie haben ja keine Ideale, rein gar nichts. Da hat mir kürzlich jemand erzählt: „Ich war voriges Jahr in der Weltausstellung in Brüssel. Wissen Sie, mein Ideal ist nämlich ein Rheinsalm/' Da könnte ja die Sau gerade so gut sagen: Mein Ideal sind Eicheln; denn die frißt sie gern. Also steht die Sau auf demselben Standpunkt wie dieser feine Herr. Es heißt ja zwar, man solf die 153

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