Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 5 (September 1913)
- Date
- 1913-09-01
- Page
- Seite 145 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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iäßt. Wenn sie sich endlichoffenen Auges) erkennt, wird sie sehen wieviel Feinheit und endlose Müdigkeit in ihr war. Dann wird sie den Holm empfinden, der sie romantisch' nennt. In Allen wird der Jugenelgcist erwachen, sie werden nicht mehr als einzelne an der Schule vorbeileben. „Romantik" wird dann heißen der wirkende Wille zu einer neuen Jugend und ihrer Schule. Eine geistige Wirklichkeit wird sich auftun. Nun erst glauben sie ein Kunst und (icschichte; Dichter und Helden bürgen für die künftige Scliule. Und diese Jugend, welche glaubig dient dem wirklichen (leiste, wird romantisch sein. Aber wir mißtrauen denen, die ihren Rausch von einem Geist empfangen, dem sie nicht dienen. Diese sind ungläubig. Ardor. Nochmals: Der Extemporaleerlaß Von E. R. M., Berlin. Zu der Mitteilung über diese Frage in der vorigen Nummer des „Anfang" habe ich noch folgendes hinzuzufügen: Eine ganz eigenartige Blüte hat der vielumstrittene Extempofalerlaß auf einer anderen Groß-Berliner Schule getrieben. Bekanntlich fordert der Erlaß, um für die nur noch gerinjge Anzahl der Extemporale eine genügende Hebung zu ermöglichen, die regelmäßige Anfertigung von Uebungsarbeitcn in der Stunde, die dann sofort durchgesprochen und von den Schülern gegenseitig verbessert werden sollen. Der Lehrer soll lediglich darauf achten, daß die Verbesserungen sorgfältig gemacht werden und keine Fehler stehen bleiben. Was tut nun der Professor, dem dieser Erlaß nicht paßt? Er läßt 2—3 Mal in der Woche diese „Uebungsarbeitcn" (jedesmal 2—3 Seiten) anfertigen, nimmt sie dann seelenruhig mit nach Hause, korrigiert sie wie jedes andere Extemporale auch, nur daß er gewöhnlich das Prädikat nicht darunter, sondern nur in sein Notizbuch schreibt, und teilt uns gelegentlich den meist wenig erfreulichen „Ausfall" mit. Andere Zuschrift. Ein junger Kandidat läßt uns „Griechisch" schreiben. Das Resultat: „Unter aller Kanone." Bei der Rückgabe spielt sich folgendes 145