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Der Anfang · 1913-08-01 · Heft 4 (August 1913) · p. Seite 126

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 4 (August 1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 126 (sequence 30)
Language
German
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hineingezogen wird, erst dann gerät sie in Feuer, entwickelt Ansichten, die aus der tiefsten Tiefe des Herzens quellen, dann bekommt ein Diskussion unendlich viele Werte. In noch einem Punkte unterscheiden wir uns — wenigstens einstweilen — von euch andern: Wir wünschen jetzt keine Studenten! Ihr schüttelt den Kopf. Versteht uns nicht falsch, wir wollen nicht für immer einen Strich ziehen zwischen uns und den Studikern, nein, nein, wir halten es einstweilen nur nicht für gut, daß sich fremde Studiker in unsere Reihen drängen, wir wollen erst uns selbst kennen knien und dies soll nicht durch Fremde erschwert und getrübt werden. Elk. Wien Im S. W. M. wurden für den Herbst zwei neue Gruppen eingerichtet: die literarische und die Skigruppe. — Die Heidelberger Kameraden haben recht: es liegt unleugbar in der Zahl ihrer Teilnehmer eine große Oefahr für die Sprechsäle in großen Städten. Es ist aber zu bedenken: je größer tdie Zahl der Teilnehmer ist und aus je verschiedenen Teilen der Stadt sie zusammenkommen, um so größer ist naturgemäß auch die Zahl jener, die nicht allwöchentlich erscheinen, sondern nur von 2eit zu Zeit. Dann: viele haben nicht mehrmals in der Woche Zeit und ziehen die Gruppe dem allgemeinen Sprechsaal vor. Den allgemeinen Sprechsaal ganz aufzugeben oder prinzipiell zu teilen halten wir aber nicht für angezeigt. Selbst auf die Gefahr (besser Hoffnung!) hin, daß einmal 60 Personen anwesend sein werden. Der Wert einer solchen großen Zusammenkunft ist zu tief (wenn sie nicht die einzige Form des Sprechsaals bleibt). Uebrigens kommt es dann nicht mehr darauf an, daß jeder redet, sondern darauf, daß nur Wichtiges gesagt werde, und wenn es guter Ton wird, daß jeder kurz, ohne Klauseln, Formeln usw. seine Meinung sagt, wenn er eine eigene hat, und schweigt, wenn er nur sagten kann „Auch ich meine..dann werden audh Diskussionen mit großer Teilnehmerzahl fruchtbar werden. Man darf nur nicht den Sprechsaal nach Institutionen gestalten wollen, die völlig wesensanders sind, etwa dem Reichsrat. Man muß versuchen seine Formen aus seinen Bedingungen und Zielen herauszudenken und zu gestalten. 126

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