Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 4 (August 1913)
- Date
- 1913-08-01
- Page
- Seite 125 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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für Jugendkultur und dem Sprechsaal Wiener Mittelschüler. Einige Teilnehmer der Abteilung erklärten sich bereit, die Verbreitung deT Umfrage über das Sehülervereinsweseii für Berlin und Umgegend in die I Luid nehmen /u wollen. Sehr erfreulich ist, dal* sich jet/tj Schüler regelmäßig an den Abenden der Abteilung beteiligen; auch bei den Märchenvorlesungen, die das soziale Amt der Fr. St. diesen Winter wieder vor Volksschulkindern veranstaltet, sollen sich zum ersten Mal ältere, interessierte Schüler beteiligen können. Darnistadt, Prag Das A. C. S. beabsichtigt in diesen beiden Städten im Herbst Sprechsäle einzurichten. Die Vorarbeiten leiten C. M., deren Adressen durch den Arbeitsleiter des A. C. S. zu erfahren sind. Wien, XIII, Suppegasse 10. Heidelberg Der Oedanke hat auch bei uns gezündet, mit Begeisterung* liaben auch wir Heidelberger einen Sprechsaal geschaffen, eine freie Aussprache unter uns Schülern zu pflegen und fördern. Leider ist es bisher, trotz aller Anstrengungen, nicht gelungen, an den andern Schulen Fuß zu fassen, was schon in der Art der Schule und Schüler begründet ist, denn es gibt hier kaum größere Gegensätze wie einen Oberrealschüler und einen Gymnasiasten. So sind wir heute noch wenige und das ist gut so. Wir sind 10 Leute, so interessant zusammengewürfelt, so verschiedene Charaktere, daß eine Diskussion außerordentlich fruchtbar sein muß. Ich möchte diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne den Wienern es kann auch den Berlinern gelten — einiges zu bedenken zu geben: Wie denkt ihr euch eine Diskussion von 40 Männlein, hört mal, das ist doch unmöglich' oder - nicht zum aushalten, fruchtlos, denn der weitaus größte Teil von jenen 40 ist zur Passivität ge- 7Avungcn, hat keine Möglichkeit in die Diskussion einzugreifen. Trennt euch, oder besser teilt euch in Gruppen, die eine kommt Montags, die andere Samstags, fürchtet nicht die Dezentralisation! Euch geht das Schönste verloren, und das ist die herrliche Möglichkeit einer freien Entfaltung der einzelnen Persönlichkeit und, ihr Wiener, wenn jede einzelne Persönlichkeit so sehr in die Diskussion 125