Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 4 (August 1913)
- Date
- 1913-08-01
- Page
- Seite 123 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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gesagt wlrJ: in jedem Stand bilden die Mittelmäßigen das Gros, also auch im Lchrerstand; was Ihr aber verlangt, kann nur uerjenige lcisfcn, der das intellektuelle und ethische Mittelmaß überragt. Wir antworten: Mag man in jedem andern Stand die Mittelmäßigkeit in den Kauf nehmen müssen — in dem Stand der Jugenderzieher, der Vermittler von Bildung und Wissenschaft, geht das schlechterdings nicht an. Vielleicht ist es (außer dem der Künstler) der einzige Stand, der die Mittelmäßigkeit seinem Wesen nach einfach ausschließt. Nun gibt es genug geistig hochstehende Menschen; es kommt nur darauf an, sie, und nur sie, für den Erzieherberuf zu gewinnen. Vielleicht könnte auch ein Unterschied zwischen bloßen Lehrern und eigentlichen Erziehern gemacht werden; die ersten brauchten hur Stoff und Methode ihres Faches zu beherrschen, den letzteren aber, den pädagogisch Befähigten, müßten die eigentlich bildenden Fächer vorbehalten bleiben. Wie dies Ziel zu erreichen sei? Eben doch, indem man unermüdlich die herrschende Geistlosigkeit aufdeckt und ihre Unvereinbarkeit mit allen pädagogischen, ethischen, kulturellen ]3een nachweist. Man muß die Stupidität aus den Klassen hinausgraulen, keine Dummheit und Brutalität der von Ardor gegeißelten Art darf noch vor öffentlicher Blamage sicher sein. Also doch dort, wo es nicht anders geht, ein wenig nach dem Bonus'schen Rezept. Wobei als Teutoburger Wald vorerst einmal der „Anfang" zur Verfügung steht. — Doch soll mit dieser Antwort die Diskussion über diese Frage noch nicht abgeschlossen sein. D.. A. Umschau Freideutscher Jugendtag Es gibt jetzt eine deutsche Jugendbewegung Ueberall in den Kreisen der Jugend wird es lebendig, erwacht der bewußte Wille zu einer eigenen Jugendkultur, zu einer Lebensgestaltung, die frei von den trägen Gewohnheiten der Alten, von der Knechtschaft der Konvention, dem Wesen der Jugend Rechnung trägt und ihr gestattet, ihre besonderen Werte 2U entfalten. 123