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Der Anfang · 1913-06-01 · Heft 2 (Juni 1913) · p. Seite 51

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 2 (Juni 1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 51 (sequence 20)
Language
German
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1. Direkte Schilderungen und Kritiken des Schullebens und der Schuteinrichtungen durch Schüler fand Studenten; 2. Schriftstücke, Drucksachen, Bilder und Gegenstände jeder Art, soweit sie Dokumente darstellen für den inneren Zustand unseres Schutwesens, soweit sie indirekte Schilderungen des Anblicks! von innen sind. — Aber das Archiv darf sich darauf nicht beschränken, will es seiner Aufgabe gerecht werden. Die Jugend beginnt heute einen Kampf um ihr Recht, um das Recht auf ein ihr gemäßes Leben. Sie wird sich dabei bewußt, daß nicht nur die Schule ihre Sonderart mißachtet, sondern daß auch die andern Formen des heutigen jugendlichen Gemeinschaftslebens, vor allem das Familienleben, in vielein ihrer Natur widersprechen. Soll dieser Kampf auch nur den allerkleinsteu Erfolg haben, so müssen diese Gedanken der Jugend „in das öffentliche Denken der Menschheit eingereiht werden", die Uebeirzeugung, daß durch das bestehende System der Einrichtungen zu ihrer Erziehung manche ihrer ureigensten, schönsten Triebe gebrochen und ihr Gedanken und Gewohnheiten anerzogen weiden, die ihr fremd sind. Und darum sammelt und bewahrt das Archiv als Beweismaterial dafür 3. die Dokumente für den Zustand des Familienlebens, des Internats- und Staatslebens, wie er sich in dem Geist der Jugend spiegelt. Das Archiv will nicht dem Kampf gegen die Schule dienen* stondern dem für Jugcndkultur, darum darf es ihm nicht genügen, das Anklagematerial gegen das besiehende Erziehungswesen zusammenzubringen, sondern es muß die Grundlage für ein neues schaffen helfen. Und die Grundlage der Jugenderziehung liegt in der Kenntnis der Jugend. Was für die Kindererziehung seit einigen Jahrzehnten „Child study" leistet, muß auch für die Jugend, die Jahre der Reife, begonnen werden. Das Archiv will dabei helfen und sammelt und ordnet darum 4. die Dokumente für die Sonderart des jugendlichen Trieb- und Geisteslebens (Briefe, Tagebücher, Produktionen jeder Art), und für die Gesetze des jugendgemäßen Gemeinschaftslebens (Vereinsibildungen, Schülerselbstverwaltung, Schulgemeinde). So wird das Archiv dasi dokumentarische Tatsachenmaterial aufbewahren für den Zustand des jugendlichen Geistes, für den inneren

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