Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 48 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2709933-3186105-3186108--156-3186195- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
<Jer Sympathien der Schule (sagten die anderen). Man muß Garantien schaffen: einem jugendlichen Leiter steht man mit Mißtrauen gegenüber: drum Erwachsene in die Bundesämter, Bildung eines Eltern- und Freundes]ates, der die Beamten wählt! — Als der Bundestag! vorüber war, habe fch in Bremen diese Worte an die Buudesbrüder gerichtet (und in ihrem Sinne wurde in Kassel gekämpft): „Ihr wißt, wie man es versucht hat, Euch alles zu nehmen, wasi Ihr überhaupt in der , Germania' besitzt: aktives und' passives Wahlrecht, Stimmrecht auf den Bundestagen, und Euch, die ordentlichen Mitglieder des Bundes, zu einer untergeordneten, willen- und einflußlosen Masse zu machen. Es ist den Jugendfeinden und Philologenknechten nicht gelungen, uns unter dies Joch zu beugen, und ich darf wohl sagen: dank der energischen Opposition unserer Bremer Gruppe, dieser Hochburg norddeutschen Geistes innerhalb dier »Germania*. Aber nun sehen wir, was wir bereits an den Feind verloren hatten: damals, als er noch nicht mit offenem Visier hervortrat, sondern im gleißnerischen Gewände des für das Wohl unseres! Bundes besorgten Beraters, der unvorsichtige Schritte verhüten wollte, die, im Jugendüberschwang getan, unseren Bund ins Verderben hätten führen können. Nun aber sehen wir, welcher Weg ins Verderben führt: und das ist der, den B. einschlug, gefolgt von seinen Hintermännern, einer blinden, für alles, was „Effekt macht" augenbficks wild begeisterten Horde, die sich durch die gleißnerische, realpolitische Geberde des B. hatten hinters Licht führen lassen. Damals, auf dem Hamburger Bundestage, Ostern 1009, gaben wir ein wichtiges, hochwichtiges Bundesamt in die Hände eines Philologen: die Schriftleitung der ,Deutschen Jugend' —: Und dasi war der erste Schritt auf dem Wege, der zur Auslieferung unseres) Schülerabstinentenbundes, der den Beruf hat, ein prächtiges Zentrum neuzeitlichen Jugendlebens! zu) werden, in sich zm konzentrieren, was an unverbrauchter, ins Leben padeender, aus Leben geborener Gegenwarts-Kraft, was an Lebens- und Fortsdirittsenergien in dieser germanischen Jugend steckt — der zur Auslieferung dieses Bundes an die ZwangsjaCkenTeute fuhren sollte — an die Angstmeier und Vergangenheitsmenschen, die Philologen, die vor lauter Angst vor unserem prächtigen, starken, blrutalen Zeitalter in die Gärten der Vergangenheit flohen. — Wohl ahnte ich damals, wohin der Weg führte, den wir einschlugen, und eihob meine warnende Stimtale, 49