Der Anfang
- Journal
- Der Anfang
- Volume
- 1. Jahr (1913-1914)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 42 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Kaum wissen sie um ihre eig'ne Not. Sie sind in ihrem Wesen wie zerbrochen, mißtrauen ihrem Ich-Natur-Gebot und scheuen ihres jungen Blutes Kochen, und kommen schleichend wieder Tag für Tag. Sie kommen schleichend wieder Tag für Tag und brüten blaß und schlaff in Qeistesdämmern, und fühlen ihre Pulse Schlag für Schlag, als sollten sie ihr wehes Hirn zerhämmern, und kommen schleichend wieder Tag für Tag. Und statt der Sonne leuchten ihnen greif die Blinzelbrillen ihrer Weisheitseulen, und Wissen, Wissen heißt ihr Lebensquell, und Bücher heißen ihrer Lahmheit Säulen! Alt solPn sie werden, ganz verteufelt alt! Auf starrenden Gesichtern liegt sie schon, die rohe, eifersücht'ge Dünkelfratzc; ein harter, weltcnabgestorb'ner Ton klingt wie aus Geizes totem, gelbem Schatze. O, Brüder, Brüder, bin ich ganz altein?! Braust mir allein, vom Gifte matt und krank, noch meine junge Sehnsucht in den Brüsten?! Träum' ich allein in meiner engen Bank von Menschenliebe und von Weltenküsten? O, Brüder, Brüder, bin ich ganz allein?!