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Der Anfang · 1913-05-01 · Heft 1 (Mai 1913) · p. Seite 10

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Journal
Der Anfang
Volume
1. Jahr (1913-1914)
Issue
Heft 1 (Mai 1913)
Date
1913-05-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Entwickelung des Rechts, der Schule, der Kunst, der Ethik, der modernen Psyche schweigt, bis auf wenige Daten, dieser Unterricht. Der nüchterne Betrachter mag sich fragen, ob dieser Geschichtsunterricht ein Kulturbild gibt oder nicht vielmehr selbst eines darstellt! Ein einziger Punkt ist es, an dem der Geschichtsunterricht schließlich wertet: das ist der Augenblick, wo am Horizonte die Sozialdemokratie auftaucht. Aber welche Ueberzeugungskraft kann eine Wertung haben, dlie ganz offenbar nicht um der Erkenntnis willen (denn dann wäre stets gewertet worden), sondern aus Zweckgründen geschieht! Auf dieser Grundlage bietet der Geschichtsunterricht das unerfreulichste Bild. Entweder gilt es ein Vorbeten oder Wiederkäuen zusamirienhangloser oder oberflächlich verbundener Tatsachen aller Art — oder man sucht sich den „Kulturperioden" einmal bewußt zu nähern. Da paradieren denn die Schlagworte aus der Literaturgeschidhte und ein paar berühmte Namen oder endlich, es tritt zum Ersatz einer freien, großen Wertung die kleinlichste Beurteilung irgend einer historischen Tat ein. Da wird denn gefragt: Ist Napoleons Bestreben, Rußland zu unterwerfen, berechtigt gewesen oder nicht? — Und Aehnliches wird gar in der Klasse uferlos debattiert. Damit wären die vorzugsweise zur Wertung berufenen Unterrichtsfächer der Realschule betrachtet. Aber das humanistische Gymnasium hat noch seine humanistischen Werte, die den gegenwärtigen Kulturwerten gleichberechtigt zur Seite treten sollen. Darüber wird ein zweiter Artikel handeln. Doppelte Buchführung Von Paul Ho ff mann Das Extemporale erscheint mir wie eine Kraft, die an dem Schüler probiert wird, wie etwa eine chemische Flüssigkeit, welche die Beschaffenheit eines Metalles ermitteln soll. Aber nicht jedes 10

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