Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
- Date
- 1847-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 306)
- Language
- German
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258 Bilder aus mä er, genannt Pbilometer, eine neue Glanzperiode für die Juden eröffnete, wo Dositheus eine bedeutende Rolle spielte. Dieser schwankte so wie Kikulos zur Zeit der Roth, ob er zun griechischen Götzendienste übergehen sollte, und beide wurden, ehe sie zum Entschlüsse kamen, in den Hippodromos hineingedrängt, und mit den Juden gerettet. . Kiku los verschaffte sich durch seine Schmarotzer.Künste, trotz seines hohlen Getsirnes den Titel eines „Herrn von Müseo" was damals soviel hieß, als bei uns „Mitglied einer Akademie"^). Dositheus hatte schon früher diesen Rang erlangt, und fing nun an nach höherem zu streben. Selim, welcher vergebens einen Lheuren Gegenstand aufzusuchen bemüht war, und von Atta los und seinem Zöglinge Anti gon vermißt wurde, fanden diese endlich wieder in dem Garten Aristobutus, wo ihnen seiner Leier Klänge schon aus der Ferne entgegentönten. Sie hörten nur noch das Ende des Liedes, das so lautete: Sprießt denn die Ros' nicht aus dem Dorn' Ein Btütheukelch, der Düste Quell? Aus hartem Felsen quillt der Born, Sprudelnd klar und silberhell. — Aus den Wolken tritt die Sonne Milder leuchtend, klarer scheinend. Aus der Zähre blickt die Wonne; Das Her; geschwellt, das Auge weinend.- Als die Freunde ihm nahe waren, verstummte die Leier. Der Sänger war heiterer denn je — Den sonderbaren Mann konnte Niemand begreifen. — Selim? sprach Attalo s, Hilf mir deinen Zögling nach Jerusalem befördern, er will durchaus noch das Museum sehen. — Nein, mein Sohn, für dieses Mal hättest du genug in Alexandrien gelernt, sagte Selim. Was du auch im Museum sehen möchtest, sprach Atta los seine alte.Laune wieder hervor-uchend. „Biete Thyrsusträger, wenige Begeisterte, wie Platon sagt. Dichter, die die Haare der Beronika ") besingen, und dafür mit Lorbeeren gekrönt wurden; schwindsüchtige Sil- *-) „Droysen“ die Hellenisten. B. 2. ■*-*) Veronika war die Tochter des Mag as von Kprene und beherrschte ganz den dritten Ptolmäer. speichellcckerische Gelehrte jener Zeit suchten ihren Namen zu verewigen,„und als einst ihr schönes Haupthaar, das sie im Tempel aufgehä'ngt, entwendet wurde, behauptete der^lstronom Kanon, es sei unter die Sterne versetzt worden. ^ein würdiger Genosse Kalimaches ein Deffer. vesang dieses Haar, und noch jetzt kennt die Astronomie ein Gestirn unter diesem Namen. Aclian xiv. 4,‘>. Athen XV. p. 689.