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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 233

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 233 (sequence 281)
Language
German
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IRI
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Alexandriens Vorzeit. LS3 Unsinn spricht."" „Nein! mein Sohn, dieses Mal war es wirklich ein Narr, den du kennen gelernt; aber seine Neuigkeit ist in der That bedenklich, wenn auch nicht Alles buchstäblich zu nehmen ist, was diese Leute erzählen. Doch dort kommt Aristobulus 4e), der ist ein rechtschaffener Mann, ein guter Denker und die erfreulichste Erscheinung hier zu Lande. Er steht dem Hofe nahe, und wird uns die sicherste Kunde bringen." „Ich grüße dich, erleuchteter Aristobulus" „ „Sei auch du gegrüßt mein A t t a l o s."" „Da hat uns der D o s i t h e us eine traurige Neuigkeit erzählt. Ist sie wahr?" „„Meinst du den Uebermuth, mit welchem der thörichte Wollüstling, unser König, das Heiligthum des Alleinigen zu besudeln, und das Gemach zu betreten suchte, in das selbst der hohe Priester nur einmal des Jahres kommen darf. Ja das ist leider wahr!"" „Verruchter Heide!" rief Antigon unwillkührlich aus. An deinem Eifer, sagte Aristobulus, erkenne ich den Palästinenser. Ganz recht, mein Freund. Es ist ein verruchter Bösewicht, dieser König, der so ganz aus der Art seiner Väter schlägt. Hat er sich doch nicht gescheuet seinem eigenen Vater den Giftbecher zu reichen; wälzt sich im Schlamme der Wollust und Unzucht, und nun will dieses thierische, lastertrunkene Geschöpf den Tempel mit seiner Gegenwart besudeln. Aber der wackere Sohn des Onias wird ihm zu begegnen wissen. „Wird das Gewitter sich nicht über uns zusammenziehen? fragte Attalos." „„Wir stehen in Gottes Hand! Nicht den Feind fürchte ich, aber unsere Brüder."" „Wie meinst du das?" „„Nicht die Eiferer in Palästina fürchte ich; die sind den entfesselten Elementen gleich, die iw Sturm und Windesbraut daher fahren, — und die brausenden Wogen leitet der Herr selbst zum Guten. Aber unsere sybbaritischen Bruder hier, die ihre Weisheit aus Büchern zusammengelesen haben, flößen mir ein Grauen ein, wenn ein Sturm nahet. Diese matten durch Genuß entkräfteten Seelen, die schlaffen Lenden, die schlotternden Knie, die bleichen Gesichter — sind ein schlechter Trost in Zeiten der Noth. Werden sie es sein, die Leben, Gut und Ehre für ihren Glauben freudig dem Feinde vor die Füffe werfen, hoffend auf ein besseres Dasein?"" ") Aristobulus ein berühmter Philosoph, soll unter Philo» meter geblühet haben. Da jedoch die Zeit nicht gehörig ermittelt ist, so lassen wir ihn hier auftreten. Auch kann er leicht den vierten, fünften und sechsten Ptolmäer uberlebthaben, (siehe hierüber die Beilage).

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