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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 227

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 227 (sequence 275)
Language
German
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IRI
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Alexandriens Vorzeit. zxr haben das Essen und Trinken zum Zwecke, und schützen vor, es sek zur Erinnerung an die Uebersiedlung jüdischer Weisheit in griechischen Klingklang — Das ist bare Täuschung, das muß ich besser wissen. Man darf nie einer Erinnerung zu Liebe trinken; und am wenigsten den edlen Cyprer; — es wäre denn einer traurigen Erinnerung wegen. Denn glaube mir, der Lethestrom der Heiden ist nichts anderes, als so ein Schwall von Cyprer Wein!"" — „Also ist dieses Fest doch ein Jüdisches?"—„„EinJüdisches? Nein! Was thäten denn die vielen vornehmen, d. h. reichen Juden hier; denn wir sind hier so weit, reich für vornehm gelten zu lassen. Nein! wegen eines blos jüdischen Festes würden sich die Herren nicht hierher bemühen. Aber da hatte unser König Philopator, der sich unterdessen in Syrien herumraust, den köstlichen Einfall, einen zweiten Wafferpallast bauen zu lassen, der an Größe noch das berühmte Prachtschiff Hiero's von Syrakus überbieten soll. Es taugt nun freilich das Eine so wenig als das Andere zur See; aber es sei gepriesen, es bringt uns ein Fest. Hast du den Pallast gesehen mein Junge?"" — „Ich habe ihn bewundert!" — „„Ja unser König ist sehr geistreich lüderlich; hat sich aber auch schon frühzeitig im Gutleben geübt. Doch warum langst du nicht zu? Iß, trink und laß dirs wohl sein, so lange du jung bist."" „Kümmre dich nicht um mich! Ich höre lieber zu." — „„Da hast du meinen Geschmack nicht. Ich esse und rede gerne, das hält Leib und Geist zusammen. Doch vielleicht hast du religiöse Skrupel. Fürchte nichts. Der reiche Kleon hat zwar diesen Freitisch angerichtet; aber so lange seine alte fromme Mutter lebt, kommt keine unerlaubte Speise hierher. Ja die Weiber! die gelten was hier zu Lande, die führen das Regiment. 35) He, schöne Lamia! rief der schwaßhafte Epikuräer einer schön geputzten vorbeieilenden Griechin zu. Warum gehst du ohne Begleitung? Wenn dich Zeus Adler erblikte, so könnte Alexandrien seines schönsten Schmuckes beraubt werden." 3ß) — Hat nichts zu bedeuten, gab die schnippische Athenienserin zur Antwort, so lange es Epikuräer gibt, die allen Nektar allein trinken, und Zeus seinen Thron streitig machen. — „„Das ist spitz, und gehet am Ende auf mich! Da ist sie wieder hin! die Leichtgefiederte. Ja unsere Weiber sind gar klug. Da mußt du nur des Königs Schäfchen die A gathoklea 37) kennen lernen, das sind dir Frauen.hier! Die wissen Staa- Bekanntlich errangen die Frauen an dem Hofe der Ptolmäer einen Einfluß wie reim alten Regime in Frankreich, (worüber die Beilage.) Ueber dieses Complimmt siehe die Beilage und Sparar tS: „Ueber das Coftüm" 3 B. „die Griechen.' 3T) Phi:lopato r'ö Geliebte, die ihn zu ganqeln wußte, war die Pompadour seines HofeS. A<*üan Y. H. xm 21.

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