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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1847-01-01 · 6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847) · p. Seite 46

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
6 Jahrgang = Jahr (1848) 5608 (1847)
Date
1847-01-01
Page
Seite 46 (sequence 99)
Language
German
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IRI
…/2609281-3184086--1589-3185701
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u Rückblick auf benssreiheit, so daß Niemand genöthigt ist, sich irgend einer Religionsparthei anzuschließen. Umsomehr ist daher der Aufschwung zu bewundern, den das Judenthum in neuester Zeit in Nordamerika genommen. Ueberalt entstehen Gemeinden, erheben sich Synagogen, bilden sich wohl- Ihätige Vereine, werden Schulen errichtet. Das verflossene Jahr sah sogar ein bedeutendes Rabbinat in New - Kork sich bilden, indem sich drei der dortigen neun Gemeinden den Dr. Lilienthal zum Oberrabbiner wählten, worauf alsbald noch zwei andere Rabbinate sich konstituirten; Prediger, Lehrer, Vorbeter sind in großer Zahl angesteltt worden. Allerdings fehlen auch hier Reibungen nicht; die älteren Ritus, der portugiesische, deutsche und polnische, machen sich oft ihre Geltung streitig, auch der neudeutsche Gottesdienst hat an mehreren Plätzen Fuß gefaßt. Die fortgesetzten Mittheilungen des Dr. Lilienthal werden den nächsten „Rückblick" in den Stand setzen, eine vollständige Uebersicht über die Zustände der nordamerikanischen Gemeinden zu geben. In den niederländisch - westindischen Besitzungen bilden die Juden seit alter Zeit regelmäßige Gemeinden^ besitzen sehr schone Synagogen mit sehr geordnetem Gottesdienste nach portugiesischem Ritus. Die Gemeinde zu Paramaribo zählt über tausend Seelen mit zwei Synagogen; die jüdische Kolonie in der S avanna dagegen besteht nur noch aus wenigen Faniilien, da die meisten nach Paramaribo gezogen; die Gemeinde aus der Insel Curaeao befindet sich im blühenden Zustande, und besitzt vielleicht die schönste portugiesische Synagoge.— Anders ist es in den niederländisch - ostindischen Besitzungen. Hier, wo die Niederlassungen der Europäer von jeher geringzählig waren, trifft man nur aus einzelne Juden , die eine Gemeinde zu bilden nicht Gelegenheit haben, und sich nach und nach verlieren. — Ans den englisch-ostindisch e n Besitzungen gab vor Kurzem eine Zeitung aus Bombay folgende Notizen: In Bombay und den benachbarten Plätzen wohnen 5 — 6000 Juden. Einige von ihnen sind in jüngerer Zeit von Arabien hieher gekommen, und werden „weiße Juden"

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