Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 347 (sequence 369)
- Language
- German
- Belongs to
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zu Schwarz KosteNeß< 347 f S ch m arz - Ko st eile tz, in einer amuuthigen Gebirgsgegend nur 18 Stunden von dem sich hier scholl prächtig entfaltenden Riesengebirge gelegen, nimmt schon beim ersten Anblick ein. Doppelt erquickend wirkt die frische Berglust, * und die reichere Vegetation, wenn sie auf die Monotonie einer 15stündigen Eisenbahnfahrt folgt, die man im besten Falle von Wien bis Böhm. Brod zurückzulegen hat. Von da Ist nur noch eine Stunde zu Wagen bis Schwarz - Kostelletz. Mir siel es auf dem Wege dahin bei, wie schon die so äußerst gesunde Gegend sich eigne, auf das körperliche Gedeihen der hier lebenden Kinder einzuwirken, was mir auch bald nachher durch das höchst kräftige und blühende Aussehen derselben bestättigt ward. Wie schon früher erwähnt, sind die Kinder wegen Mangel an Raum in drei verschiedene jedoch nahe all einander gelegene Häuser vertheilt. Ich trat in das erste und zwar zunächst in | die Küche ein. Hier war altes blank und rein, und des ersten Lehrers (ür. G r ün h u t) Gartill selbst geschäftig , den Kindern das Mittagsmahl in bereiten. Bon da ging es im selberl Hause ÄNd in den benachbarten zu den verschiedenen Klassen. Da der Kurs erst vor 8 Tagen begonnen hatte, so waren noch llicht alle Kinder eingetroffen, dennoch zählte ich in der erstell oder Vorbereitungs-Klasse 30, in jeder der drei andern etwa 20, davon (jedoch nur in den drei ersten) ein Drittheit Mädchen aus den vordersteil oder zur Seite ganz abgesonderten Bänkell. Ueber den Lehrplan ist nichts zu bemerken, da er größtentheils von der Schulaufsicht vorgezeichnet ist, er folgt übrigens in einer besonderen Beilage. Ilm aber über den Werth der Methoden zu urtheilen, hätte ich wohl einen Längeren Aufenthalt nehmen müssen. v Was ich davon wahrnahm, befriedigte nlich fast durchgehends, namentlich der rationelle Vorgallg, um den Kindern nicht bloß das nöthige W i sse n beizubringen, soildern auch ihre verschiedenen S e e l e n k r ä fte zu entwickeln und zu ü b e n. So erschien mir auch der Religionsunterricht — ungeachtet die Lücke eines gediegenen, neuen, allgemein gültigen Katechismus an der Stelle des Bne-Zion sich auch hier fühlbar macht—ganz » geeignet, echte Religiosität und Sittlichkeit zu begründen. In