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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1846-01-01 · 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846) · p. Seite 293

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 293 (sequence 316)
Language
German
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Das alt'' Babele. 29A konnte. Eine Art thierischer Olache-Instinkt war es wohl, als sie sich zu dem Steinhaufen niederbeugte. einen Stein ergriff, und zurückgewandt gegen ihre Verfolger, ihn von sich schleuderte. Als hätte der Stein willenbegabte lebendige Kraft erhalten, als war' er gefeit durch den Fluch des Weibes, flog er fort, fort, bis er, an der Schläft des schwarzen Maiert niederfiel. M a i e rl fiel mit ihm. — Blut bringt zur Besinnung. Die rorbe Farbe strömt über Alles und verwischt die andern Grundtöne. Als das schwarze Mai erl so da lag. mit der klaffenden Wundspalte unter der Schläft, aus der ein dunkler Blutstrom, sich ergoß, waren die Knaben still geworden. Sie umstanden beulend den gesunkenen Anführer. Niemand hatte Lust, das edle Geschäft von zwei Augenblicken vorher weiter zu verfolgen. Aus den Häusern und Gewölben kanten die Leute herbei. ^ie gruppirren sich um den blassen Knaben herum, dessen Wangen jetzt gar nicht mehr so schwarz waren, wie früher, sondern bleich, tief bleich, etwa wie Linnen, das erst zu bleichen anfängt. Darum erkannten ihn viele nicht, und hatten Mühe unter dem stockenden Blute, das über Wangen und Hals sich ergoß, das bekannte schwarze M a i e r l herauszufinden. Da war auch ein steinaltes Mütterchen gekommen, das schon an achtzig Mahl die Bäume des Pülffv - Gartens mußte blühen gesehen haben. Das fragte einen von den Herumstehenden, ein dickes, seistglänzeuves Gesicht, „Schmu! der Trakteur" genannt.- Sagt mir doch. Rebb Schm ul, was gibt es denn, daß die Leut' so herumstehen Was es da gibt, antwortete Schmul der Trakteur, ein Jüngel, (Knabe) liegt da in feinem Blute, was von einem Stein ist getroffen worden. Als aber das Mütterchen auf den blutigen Knaben am Boden sah, hatte es ihn sogleich erkannt. Mit einem Schrei des tiefsten Erschreckens schlug es seine Hände über der verblichen goldenen Haube zusammen, und schrie mit herzbrechender Stimme: Das ist ja Maierl, mein Jnigel (Enkel). Maierl! was ist vir geschehen? Was ist ihm geschehen k Da liegt er

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