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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1846-01-01 · 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846) · p. Seite 226

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
Date
1846-01-01
Page
Seite 226 (sequence 250)
Language
German
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226 Joseph Perl, Sr. Majestät des höchstseligen Kaisers Franz I., der Sohn des verdienstvollen Perl, der damals die pharmaceutischen Studien an der Universität zu Wien absolvirte, zur Ausübung der Pharmacie zugelassen, und Herr Michael Perl steht seitdem Jahre 1832 hier einer der reichst ausgestatteteu und allen Anforderungen der Wissenschaft entsprechendsten Apotheken der Monarchie , mit großer Sachkenntniß und eremplarischer Gewissenhaftigkeit vor. Vom Jahre 1832 an bis 1836 lebte Perl im beseligenden Bewußtsein, in der kurzen Spanne Zeit von 20 Jahren, unter widerwärtigen Kämpfen, unter den heterogensten Elementen so segenreich gewirkt zu haben, ruhig und zurückgezogen, im stillen häuslichen Kreise, umgeben von zahlreichen Freunden und Verehrern, geehrt und geliebt von dem bessern Theile der Gemeinde, den er moralisch regenerirt hat; und selbst die fanatischen Gegner mußten die Größe des Charakters, die edle Uneigennützigkeit des vortrefflichen Mannes achten lernen, umsomehr, als Perl von früher Jugend auf den minutiösesten Observanzen des Ceremonialgesetzes mit gewissenhafter Aengstlichkeit nachzuleben, sich gewöhnt hat. Mit pünktlichster Ordnung und Genauigkeit theilte er sein Tagewerk ein. Stunden für ernste Studien und schriftstellerische Arbeiten, für Beantwortung zahlreich einlaufender Briefe, für Beaufsichtigung des Unterrichts u. dgl. wurden festgesetzt, und selbst die, der Erholung gewidmeten, wurden von unzähligen Besuchern in Anspruch genommen; denn Niemand unternahm irgend ein wichtiges Geschäft, der nicht Perl um Rath gefragt, Niemandem widerfuhr eine Unbill, der stchbeiPerl nicht darüber beklagt hätte, besonders waren es Handwerker, die ins treue Herz ihres väterlichen Freundes Leid und Freuden auszuschütten pflegten. — Im Verlause dieser Jahre vergrößerte er das Schulgebäude, nachdem der Fond eine beträchtliche Summe erübriget, um ein ganzes Stockwerk, welches mehrere Lehrzimmer und einen wunderschönen Prüfungssaal enthält. Auch ging Perl mildem Plane um. ein Rabbiner-Seminar in Tarnopol zu stiften. — „Ge-

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