Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 204)
- Language
- German
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m für גוף und נשמה Ferner (Psalm 86, 11): ״Ach Gott, zeig' mir -eine Weg', daß ich gehen macht' in deiner Wahrheit, vereinige mein Herz, zu fürchten deinen Namen/' Ferner (Psalm 25, 4•): ״Ach Gott, deine Wege Laß mich wissen, und Lehr' mich; denn du bist der Gott, der mir HLLft, täglich hoffe ich dein." Auch finden wir, daß König Salomo, Friede mit ihm, nicht von selbst ist klug worden, sondern er hat's erbitten müssen, wie es heißt (2. Chr. 1, 10): Gib mir doch Klugheit und Erkenntniß, daß ich vor diesem Volk' aus- und eingeh'/' Ebenso erfahren wir auch.in unseren Gebeten, wie Jedermann bekannt, daß wir bitten, להטות לבבנו אליו (Gott neige unser Herz zu sich) והאר עינינו בתורתך (erleuchte unser Aug' durch deine Lehre) וטהר לבנו לעברך באמת (reinige unser Herz, dir in Wahrheit zu dienen); aus Diesen Stetten ist zu erkennen, daß wir alle Tage um gute Sitten beten sollen, denn wir können keine gute Eigenschast erlangen, wir haben sie Denn erbeten. So find auch in מעמרות alte Bittgesuche aus Erlangung guter Sitten gerichtet, wie es Da (in der Abtheilung vorn Dritten Tage) heißt: ״Herv alter Welt, es ist bekannt vor dir, daß mein Willen gern wollte deinen Willen thun, allein der Sauerteig, der in mich gepstanzt ist, der verhindert es (das ist gemeint die böse Vegierve); du mein Gott und Gott meiner Eltern, es wolle dein Wille sein, daß du mich demüthigst, und vertilgst die bösen Gedanken aus meinen 248 Gliedern, und lassest mich nicht vom guten Weg abgehen. Gib, daß mein Herz allezeit gute Gedanken habe, damit ich dein Gesetz nnd deinen Willen thue, und dien' dir mit ganzem Herzen/' Weil wir nun sehen und erkennen, daß Der Mensch bösgesinnt von Jugend auf, und wenn er ein gut Herz haben will^ er solches erst erbeten muß, sonst kann er schwerlich zu guten Sitten kommen, denn der Mensch ist Fleisch und Blut, was allezeit zum Bösen geneigt ist; nun so muß man, wenn man etwas Gutes aus dem Menschen machen will, ihm Gottesfurcht und Liebe in Der Jugend einpflanzen, denn im Alter ist nichts mehr aus ihm zu macheil. Wie Glischa ben Abuja in פרקי אבות spricht (Svr. der Väter 4, 25): Wer ein jung Kink