Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 5 Jahrgang = Jahr (1847) 5607 (1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 37)
- Language
- German
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das Jahr 1845 Natur nach vorerst stillschweigen mußten, traten dato die Erster:: desto energischer auf. Von 77 deutschen und ungarischer: Nabbinen, denen sich später noch eine Zahl elsassischer anreihete, wurde, nicht ein Protest, sondern vielmehr die härteste Verirr- :Heilung veröffentlicht, in welcher nicht eine ruhige und, sei es auch wie, begründete Widerlegung der einzelner: Vota der ersten Rabbinerverfammlung gegeben wurde, sondern eine Absprechung in Bausch und Bogen, eine Verurteilung der Personen, ihres Gissens und WoltenS und eine Vernichtung ihrer geschehenen und ir: aller Zukunft geschehenden Abstimmungen und Beschlüsse. Durch dieses Dokument wurde aber eher das Gegentheil erwirkt, als beabsichtigt worden. Die Heftigkeit des Tadels erweckte eine gleiche Heftigkeit der Arrerkennung und Belobung, der Mangel an wirklicher Widerlegung ließ es nr:r als eine Demonstration erscheinen, der mir entgegengesetzten Demonstrationen begegnet ward, altes, was nicht streng stabil war, schaarte sich um die Nabbmerversammlung, m.e der Eifer in den Theilnehmern derselben gewann neues Feuer. Die zweite Rabbinerversammlung sollte zu Frankfurt am Main, stattfinden. Der dortige Senat ertheilte die Erlaubniß, der Gemeindevorstand bildete ein Comite zur Vorbereitung der Aeußerlichkeiten, außerdem bilbete sich noch ein Eomitst zur Bildung einer Kostenkasse für die Rabbinerversammlung, die so reichliche Zuschüsse erhielt, dasi mit der Hälfte des Bestandes die Reisekosten der Theilnehmer gedeckt werden konnten. Den 15. Juli wurde die zweite R a b b i n e r v e r sa mmlung eröffnet, und nach dreizehntägiger Dauer am 2Z. Juli geschlossen. Theil nähmen an ihr einunddreißig Männer, von denen achtzehn auch zu der ersten gehört hatten. Sechs, die sich noch gemeldet hatten, waren ausgeblieben. Nach der Wahl des Bureaus wurden in der ersten Sitzung fünf an die Versamm- Lung gerichtete Adressen verlesen, ebenso sechs in der zweiten, wwie der Kommissionsbericht über die in der ersten Versammlung aufgeworfenen liturgischen Fragen (s. v. Jahrg. S. 9.) In: Ganzen waren 23 Adressen und Denkschriften an die Vermmnilung eingelaufen, wovon nur eine mißbilligend war, und