Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 4 Jahrgang = Jahr 5606 (1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite LXI (sequence 63)
- Language
- German
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LXI übersetzt mittelst einer Brücke, die ganz der ersten ähnlich ist. Die Bahn geht nun durch Bilovicz, wo eine 220 Klft. lange 3 Klft hohe ganz mit Marmorquadern verkleidete Stützmauer, wie überhaupt der ganze Bau der Bahn, höchst merkwürdig ist.— Es kömmt nun der dritte und vierte Tunnel 130 und 120 Klft. lang und zwischen beiden kaum 86 Klft. Zwischenraum; dann wieder eine 26 Klft. lange Brücke und der fünfte Tunnel, bald darauf abermals eine Brücke und bei Adamsthal der sechste Tunnel; so wechseln Brücken und. Tunnels, deren größter bei Nowihrad (von 224 Klft. Länge) mit Durchlässen und Durchfahrten bis bei Blansco der zehnte und letzte Tunnel erscheint. Die außerordentlichen Schwierigkeiten die hier zu besiegen waren, stellen sich jedem Beschauer deutlich dar und erfüllen ihn mit der gerechtesten Bewunderung , die nur durch die Riesenbauten des großen Tunnels bei Triebitz und Chotzen noch erhöht werden kann; — der erstere mußte mit dem 2lufwande von 1,200,060 Kubikfuß Quadersteine eingewölbt werden; bei Chotzen dauerten ein halbes Jahr lang die Sprengungen mit Pulver. Von O t m ü tz aus geht die k. k. Staatsbahn durch eine weite Ebene an Littau und Muglitz vorüber; die Schwierigkeiten begannen, je mehr man sich Böhmen genähert; von Hohenstadt muß sie sich Schritt für Schritt gleichsam durchkämpfen, Hochstein und Budigsdorf sind die nächsten Stationen , nun ist die Gränze überschritten;— diesseits Landskron vertieft sich die Bahn in eine von der ^azawa gebildete enge Schlucht, zahlreiche Brücken, ausgeebnete Schluchten, riesenmäßige Einschnitte wechseln rasch und werden durch den großen T r i h i tz e r Tunnel beschlossen. Man ist nun in Böhmisch- Triebau wo sich diese Bahn mit der von Brünn über Bilow i c z, A d a m s t h a l, N o w i h r a d, Blansco, Daubrawicz, Skalic, Brisau und Zwittau gehende Linie vereinigt und nun auf ihrem weiteren Zuge nach Prag die Ortschaften Wildenschwert, Chotzen, Hohenmauth, Uherök o, die k. Leibgedingstadt P a r d u b i c berührt, dann an C h r u d i m und Przelaucz vorüber Elb eteiniz zueilt, wohin sie durch Granitschluchten und schroffe Klippen des Elbethales mühsam sich durchdrängen mußte. Tausende von Arbeitern waren hier beschäftigt der Elbe einen neuen Lauf zu bestimmen Eben so schwierig war der Bau unterhalb der Stadt Neu Collin, wo viele Häuser abgetragen, Felsen abgesprengt und Stützmauern aufgeführt werden mußten. Dann aber zieht sie sich durch eine unabsehbare Thalfläche über P o r c i c a n nach Böhmisch - B r o d. Bei Auw al überrascht der Bau eines großen sehenswerthen aus Quadern erbauten Viadukts von 7— 8 Klafter Höhe und 71 Klft. Lange und endlich zu Prag selbst die Arbeiten am steilen 2lbhang des Cziskaberges, ein weit größerer Viadukt und der großartige