Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 242)
- Language
- German
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Talmud und Midrasch. 18» hast das Volk ermahnt, Wohlthätigkeit zu üben, da ging ich in dieser Absicht aus dem Hause und begegnete jenem Weibe, daS mir flehentlich zurief: „„Thue an mir ein gutes Werk, denn seitdem ich dein Haus verlassen, habe ich nichts Gutes genossen."" Ich sah sie halb nackt und in großem Elende und erbarmte mich ihrer und beschenkte sie." Da erhob Rabbi Thanchuma die Augen zum Himmel, und svrach: ,,Herr der Welt! wenn ein harter Sterblicher über eine Person, die er nicht liebt, und deren Unterhalt ihn nichts angehet, sich erbarmt, wolltest Dll über uns Dich nicht erbarmen, die wir die Kinder Deiner Lieblinge, die Nachkommen Abrahams, Jsaks und Jakobs sind und von Dir allein unfern Lebensunterhalt erwarten?" Und es kam Regen und die Noch hatte ein Ende. (Bereschith rabbah Cap. 33. Waj. rabb. Cap. 31.) 3. Die Reinlichkeit des Körpers ist, wie bekannt, ein Symbol der innern Seelenreinheit, zu der die im Gesetze vorgeschriebenen Waschungen und Reinigungen führen sollen. Zeugen dessen sind die sprüchwörtlichen Redensarten (z. B. Jes. 1, 16. Ezech. 36, 25. Pf. 2Gf 6» 51, 9.), die waschen und reinigen für Sünden wegschaffen und sich bessern setzen. Heiligung des Menschen ist das Ziel jener Vorschriften,'^) wie aller religiösen Uebungen. Indessen ist die Sorge für den Körper, der ja auch ein Werk Gottes ist, und sogar für dessen Aeußeres an sich schon eine des Menschen würdige und pflichtmäßige, und sinder sich darüber im Midrasch (Wajikra rabb. Cap. 34) folgender schöner Ausspruch. Der weise Hillel ging einst, nachdem er von seinen Hö- *) Nach Bahr (Symbolik des mosaischen Cultus 1 Bd. S. 486_ u- 493) war das Waschdeeken “svD Sei der «LUiftshutte mir Spiegeln rhfcOös (-• B. M. 38. 8.) versehen, was den sedr schönen Sinn gidt: Beschaue dich . d. h. lerne dich kennen, um dich vor