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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1844-01-01 · 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844) · p. Seite 146

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
Date
1844-01-01
Page
Seite 146 (sequence 200)
Language
German
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146 Glühende Kohlen. Speculationen sicherten ihm ein so reichliches Einkommen zu, daß er sein Haus zu einem der prunckendsten und glanzstrahlendfteu gestatten konnte. Was nur immer der nicht unerfinderische Luxus jener Tage aufzuweisen harre, war sicherlich bei Asrielo zu finden, und die zahlreichen Einrichtungsstücke seiner Haushaltung wetteiferten miteinander, eineS das andere an Bequemlichkeit und Pracht zu überbieten. Die, an das im arabischen Style gebaute Haus stoßenden Gärten vereinten die rheuersten und seltensten Pflanzen und Gewächse zu einem Prachtbilde der damals bekannten Flora, und die ausgestromten Düfte umstrickten süß betäubend die Sinne, der durch das herrliche Labirynth dieser Gärten Wandelnden. Aber auch in Beziehung seiner Familie war Joel Asrielo wahrhaft glücklich zu nennen, denn seine beidenKinder, Esther und ihr, um einJahr jüngerer Bruder, Naphtali konnten für Ideale orientalischer Schönheit gelten, und wie sollte des Vaters Auge nicht entzückt auf den beiden, mit unbegränzter Zärtlichkeit sich umschlingenden Kindern ruhen, wenn er oft sah, wie die ätherisch zarte, und doch vollkräftig gebaute Esther ihren schneeigen, runden Arm um den Nacken ihres dichtbelockten Bruders legte, und dieser wieder schäckernd E st h e r's ebenfalls nachtschwarze Haarflechten aufloste, daß sie als der schönste Mantel über die göttlich schönen Schultern herabfielen; wie sollte der Vater von diesen beiden psychisch herrlichen Geschöpfen nicht bis ins Innerste seiner Seele beglücket sein, wenn von Esther nur ein Laut ihrer melodischen Stimme, nur eine natürliche, grazienhafte Bewegung ihrer plastisch geformten Glieder, wenn von N a p h t a l i nur ein Feuerblick seines geistreichen Auges oder der imponirende Charakter seiner Körperhaltung genügten, um selbst den gänzlich fremden Bewunderer mir Staunen urrd Vergnügen zu erfüllen! Nur der allzufrühe Tod der geliebten Gattin, welche ihm diese herrlichen Kinder geschenkt, trübte den heirern Himmel Asrielos; aber die Zerr heilte diese Wunde bald, und nach

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