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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1844-01-01 · 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844) · p. Seite 115

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
Date
1844-01-01
Page
Seite 115 (sequence 171)
Language
German
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IRI
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Nachman Krochmal 115 stalc, in welcher sie bei Nachmanides und dessen umnittelbaren Vorgängern und Nachfolgern auftritt, einiges wissenschaftliche Interesse. Von den vielen Nachbetern des Maimonides war es einzig Moses Narboni, dessen er mit Lob zu erwähnen pflegte." Es war im Sommer des Jahres 1808 als die großen geistigen Anstrengungen den schwachen Mann auf das Siechbett warfen. In einem Originalbriefe aus jenem Zeitabschnitte liest man Folgendes: „Was unsern Freund Krochmal betrifft, so ist selbiger seit einiger Zeit in Lemberg, wo er gefährlich krank darnieder liegt; der Ruf hat in schon todt gesagt, aber er lebt noch; allein seine Genesung wird sehr bezweifelt. Eine innerliche organische Verletzung, die Folge seiner großen Anstrengungen, untergräbt sein junges Leben. Dieser vortreffliche junge Mensch hat kaum 2d Jahre, und gleichwohl hat er sehr viel gelernt, und seine moralischen Grundsätze sind noch seltener als seine Talente." Jndeß Kr. genas; aber sein Arzt untersagte ihm jede Geistesarbeit, indem Ruhe die unumgängliche Bedingung zu seiner völligen Herstellung sei. Krochmals Gehorsam gegen dieses Gebot schloß die Lectüre nicht aus, und wenn er auf längere Zeit die Philosophie nicht vorlassen durfte, so mußte ihn die ältere jüdische Geschichte schadlos halten, und ihr wandte sich nun sein wissensdurstiger Geist mit anhaltender Neigung zu. Sein Begleiter auf diesen Forschungen war das „Meor enajim" des berühmten Asaria de Rossi, — längere Zeit fast seine einzige Lectüre. Damals machten, von seinem Bruder in Lemberg empfohlen, einige hervorstechende junge Männer, gleichen oder jüngern Alters, Krochmal's Bekanntschaft, unter andern: Simson Bloch, Israel Bodek, Sal. I. Napoport. Für mehr als Einen sind K r o ch m a l's Gespräche, namentlich in Bezug auf die Kritik der Geschichte, zündende Funken geworden. „Der zärtlichen Sorgfalt einer liebenden Gattin, „heiße es in der gedachten Lebensstile", und einer nicht gewöhnlichen Geistesruhe, hatte Krochmal seine allmählige Erholung zu verdanken. Mit der Erlangung neuer physischer Kräfte er-

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