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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1844-01-01 · 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844) · p. [Seite]

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
Date
1844-01-01
Page
[Seite] (sequence 169)
Language
German
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^V-achm an Cohen Krochmal, Sohn des Kaufmanns Salomon Krochmalnik in Brody, wurde daselbst im Jahre 1785 am 17. Februar (7. Adar) geboren. Die Schwächlichkeit der Ettern hatte sich auf den Sohn vererbt; dem zarten Körper entsprach eine zarte Seele, und der stets delikate Zustand seines Befindens, der von einer regen Thätigkeit ihn zurückscheuchte, verwies ihn mehr auf ein inneres geistiges Leben. Schon in den ersten Kinderjahren machten sich die Anlagen bemerklich, die Krochmals ganze Lebensthätigkeit darstellt: tiefes Gemüth und Klarheit der Speculation. Wiewohl ganz nach hergebrachter Weise, und wie es schien nur für die Kenntnis; des Talmuds erzogen, hatten doch die ersten von Mendelssohns Wirken ausgehenden Strahlen, die bereits bis in jene ferne Gegend hinleuchteten — Krochmals Vater war auf seinen früheren Handelsreisen mehrere Male in Berlin — auch in des jungen Krochmals Gemüth eine Liebe zur hebräischen Poesie entzündet und seinen Geist für das damals unter den Juden brach liegende Bibelstudium angeregt. An Schulkenntnissen gebrach es ihm indessen gänzlich: die vonJoseph II. eingeführten Normalschulen waren fast nur auf dem Papier da. Man zahlte dreifaches Schulgeld, um die Kinder vom Schulbesuche zu befreien: zu diesem Zwecke zahlte auch Krochmals Mutter jährlich sechs Ducaten. Erst im Jahre 1793 lernte der achtjährige Knabe deutsch lesen — durch die Zeitung. Im Herbst 1798, also noch nicht 11 Jahre alt, ward Kroch mal verheirathet. Er lebte bei seinen wohlhabenden Schwiegereltern, Habermann t was ihm allerdings Muße zu weiterer Ausbildung gewährte, wiewohl nicht ohne öftere Mißhelligkeiten herbeizuführen, die durch seine Studien veranlaßt, wurden. Während diese im Sinne der Orthodorie 10

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