Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 154)
- Language
- German
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I*i«t rlo.sidei ia!)6 lei Leibesübungen erhalte, wozu schon das kleinere Kind angeleitet werden kann, wie sich denn in der israelitischen Kinderbewahranstalt passende Vorrichtungen hierzu vorfinden. Jeder Mensch aber hat seine Portion Ungemach in der Welt zu ertragen, und der Israelit wahrlich nicht weniger als ein Anderer: sorgen wir darum, daß unsere Jugend befähigt werde, es leicht und heiter zu rhun, und daß das Gefäß, welches den Geist einschließt, nichtein gebrechliches, sondern ein starkes und haltbares sei. Aber auch mehr Freuden wünschte ich unsererJugend! Ich meine .damit nicht mehr Kinderbälle, Theater und Concerte, sondern echte Kinderfreuden, namentlich aber an israelitische Freudenfeste geknüpft. Unsere beutige Jugend, und hier denke ich wieder mehr an die der höhern Stände — weiß wenig mehr von einem Chanuca und Purim, wie sie ehedem lange vor ihrem Eintreffen die kindliche Einbildungskraft froh beschäftigten, und diese Lücke dürfte durch den hie und da gebotenen Weihnachtsbaum wohl kaum gehörig ausgefüttt erscheinen. Aber auch für die religiösen Ganzfeste möge das Wort des Psalmisten: 12 nnyvai. cn>n nj nicht bloß nachgebeter werden, sondern sich wenigstens für die Jugend bewahrheiten, und ich wiederhole daher, nicht ohne innern Zusamenhang zwischen beiden Wünschen: Mehr Ungemach und mehr Freuden für unsere Jugend! 4. Mäßigungsvereine. Es ist ehrenvoll und erfreulich zugleich für uns, daß es innerhalb der Gemeinden in Israel keiner sogenannten Mä ß igkeitsv e ret ne bedarf, wie sie anderswo entstanden sind, um dem Laster der Trunkenheit Einhalt zu thun, weil wir uns hievon von jeher mitten unrer den verderblichsten Beispielen frei zu halten wußten. Allein der Wein- und der Branntweinrausch sind nicht die einzigen, die dem Menschen zu Kopf steigen und ihn zu Thorheiten verleiten, und unter den verschiedenen andern, denen er in seiner Schwache unterworfen ist, hebe