Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 3 Jahrgang = Schaltjahr 5605 (1844)
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 76)
- Language
- German
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das Jahr 1343. 1'> sonders leuchtet in allem diesen die Groß-Canischaer Gemeinde unter dem Oberrabbiner Low hervor. — Um so auffallender mußte der Erfolg des diesjährigen Reichstages in der jüdischen Angelegenheit sein. Hatten schon vorher die früher unerhörten Angriffe in der ungarischen Presse einen Wink gegeben: so zeigte sich ein Umschwung in den Sitzungen der Stände bei allen Punkten, welche, die Israeliten betreffend, zur Sprache kamen. Auf dem Reichstage von 1839/40 waren die Stände über die bürgerliche Gleichstellung der Juden einig, und in den glänzendsten Reden wurde dieNorhwen digkeit und Gerechtigkeit derselben ausgesprochen. Auf dem diesjährigen gerade das Gegentheil — in einigen Punkten siegten die Freunde mit Mühe, in andern die Gegner mit bedeutender Majorität. Warum nun diese Inkonsequenz? Haben die vorigen Stände die Sache ohne Grund, in falschen Voraussetzungen votirt? so hätten sie sich das glänzendste Dementi gegeben, und ein--für allemal sich selbst das Urtheil gesprochen, was von der Wahrheit und Richtigkeit ihrer Verhandlungen zu halten sei. Oder haben sie in dem verflossenen Triennium so traurige Erfahrungen gemacht, daß sie entgegengesetzter Meinung werden mußten? Aber alle jene Reden von 1810 hatten zuletzt so wenige faktische Folgen für die Juden, daß daraus gar Nichts geschlossen werden konnte. Aber die Juden haben sich in dem letzten Triennium doch nicht so verschlechtert, daß sie jetzt nicht mehr verdienten, wessen sie vor drei Jahren würdig waren. Aber tausend Umstände und Vorfälle zeigen, daß die israelitischen Ungarn sich den Fortschritten der Zeit zuneigen, daß sie auch in den letzten drei Jahren so weit vorgeschritten, wie man in so kurzer Zeit nur verlangen kann. Aber die Gegner konnten sich auf keine Detailsbelege berufen, sondern mußten allgemeine Phrasen zu Hülfe nehmen, als: die Juden beförderten das deutsche Element, und vernachlässigten die ungarische Sprache, wogegen sich viele Gegenbeweise bringen lassen, oder zum Wucher, als wenn der in den letzten drei Jahren erst erschienen wäre. Nein, es zeigte sich vielmehr, daß es ein ganz Andres