Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 215)
- Language
- German
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225 Und wie die Sphären klingen, und wie die Hölle höhnt, Und wie, Der tief gefallen, sich nach der Gnade sehnt, Und wie die cw'ge Milde den Reuigen erhebt — Er hat's mit Sangesweih' gestaltet und belebt. Sein Wort, das göttlich-hohe, die Lohe vom Altar, Wo Priesterdienst verrichten des Himmels Engelschaar, — l) Es tönt die Himmelskunde, wie sie von Oben kam, Wie sie der Cherub flammend von dem Altäre nahm.2) Doch war sein Lied auch lieblich, wie süßer Kuß der Braut, Wenn liebend sie ihr Leben dem Theuren anvertraut, Wie Frühlicht küßt der Rose die Thranen von der Wang', So bitter« Grames Wolken verscheuchte sein Gesang. Und als im düstern Brüten des Königs wilder Wahn Entzügelt hat die Kräfte, der Seele unterthan, Und seine Lebensgeister, vom Himmel sonst verklärt, Gen Gottes Ebenbilder die rohe Macht gekehrt: Da naht, ein Friedensbote, des Liedes Genius, Drückt auf die Seelenwunde den heilend-milden Kuß, Und die empörten Wogen der Brust, vom Sturm erlöst, Wie sind sie bald in Thranen, in Wehmuth aufgelöst. — Was David einst gesungen in solcher bangen Stund', Zum Klang der gold'nen Saiten, mit zauberreichem Mund', Und wie sein Lied verscheuchte den Trübsinn nach und nach — Das rief in schwachen Tönen ich gerne wieder wach. *) Nach der Sage der alten Weisen gibt es ein tmnmlilches Jerusalem, in dessen Heiligthume Engel, als Priester, die remen Seelen der Frommen auf Erden dem Ewigen als wohlgefälliges Opfer darbringen, r) Messias Cap. VI. V. 6.