Mannheim
Compact Memory

Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1843-01-01 · 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843) · p. Seite 192

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 192 (sequence 184)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2609281-3184078--0432-3184540
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

192 Proben ward die Stoppel der Fäulnis; hingegeben, das Stroh kam ins Feuer, der Weizen ward ins Haus gebracht und aufgeschichtet zur Lebensfristung und Erhaltung! So auch, wo Menschen und Völker den Werth und das Verdienst sich ab-und zusprechen. Wartet, bis daß der Tag des Herrn kommt, und es wird sich zeigen, für wen die Welt ist erschaffen worden. Denn es steht geschrieben (Jesaias 41. 16): „Du streuest sie aus, und der Wind der trägt sie weg, der Sturm der fegt sie von der Tenne, und du, du freuest dich in Gott, und rühmest dich des Heiligen Israels!" Midrasch N. zu Bereschit, Ende P. Wajischlach. 2 Das Verdienst des Menschen. Drei Claffen gibt es unter den Menschen. Die Einen sagen: „Wären wir zu weiter Nichts von Gott geschaffen, als daß wir die Himmel anschauen in ihrer Herrlichkeit und die Erde in ihrer Pracht, es wäre uns das zur Genüge; denn es steht geschrieben: „So ich sehe den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne—was ist der Mensch, daß du, Gott, seiner gedenkest?" Die Zweiten sagen: „Wir arbeiten um und für den Lohn, den Gott uns hat beschießen in einem zukommenden und zukünftigen Leben." Die Dritten, das sind die faulen Knechte, die sagen: „Gib uns unser väterliches Theil!" Die leben und zehren von dem Verdienste ihrer Väter." M. Schocher Tob zu Psalm 8. 4. 3. Die Rechtfertigung. Wenn der Mensch zu Gericht kommt in der künftigen Welt, da ist die erste Frage, die man an ihn stellt und richtet: „Hast du in Recht und Redlichkeit verkehret mit den Menschen?" Darauf fragt man ihn: Hast du der Thora, der Erkenntniß und Verehrung Gottes ein bestimm-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.