Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 156)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Glück und Wissen. 162 dort wohnte. Er bückte jetzt am liebsten in die Sterne und es that ihm wohl, konnte er sich einbilden, daß das geliebte Auge ihn von da freundlich anblicke. Diese Richtung seiner Gedanken bewirkte auch seine Genesung. Dumpfes Schallen war seinem kräftigen Geiste auf die Dauer nicht möglich und bald waren die unermäßlichen Räume über ihm mit ihren Welten und Gesetzen ein Gegenstand seines Forschens. Er ließ sich ein Thürmchen über seinem Hause bauen und trieb dort unermüdlich die bisher von seinem mehr das Reich der Erde liebenden Lehrer wenig angeregte Astronomie. Nach einem fünfjährigen Studium hatte er es in dieser Wissenschaft schon ziemlich weit gebracht und war eben daran den Lauf des Kometen zu berechnen, der in später Zukunft mit der Erde verderblich eollidiren sollte.- So war nun dervr. Zsak Eichberger in dem Buche seines Lebens blätternd bei dem letzten Blatte, bei seiner Gegenwart angekommen, — dahinter lagen die weißen Blätter der Zukunft. Sein Leben war ein so reines Geisterteben gewesen und hatte so wenig Haltpunkte in der Außenwelt, daß er einen Augenblick mit Schrecken dachte: was er da als ein Vergangenes abgelesen, könne er eben so gut aus dem kleinen Stübchen seines väterlichen Hauses als sehnsüchtiger Knabe in die Zukunft hinein gesponnen haben, wobei ihm der Moses Mendelssohn, auf dem Titelkupfer der Bibel seines Mitschülers, zu dem Bilde seines alten Freundes geholfen hätte. Doch der Brief in seinen Händen mit den hebräischen Schriftzügen und dem unleugbaren Poststämpel gab ihm Gewißheit und Beruhigung. Er las den Inhalt noch einmal und nun der Schmerz über den eigenen Verlust in ihm wieder lebhaft geworden, begriff er den Wunsch eines alten Vaters, sein so lang entbehrtes Kind vor seinem Ende nochmals zu sehen. Er gedachte jetzt mit milderem Unheil des Mannes im rochen Rocke, er vergab ihm die Qualen, die er über seine Kindheit gebracht und legte seine Fehler seiner Erziehung und seiner Zeit zur Last. Uebcr-- dieß stand J sa k so einsam in der weiten Welt, daß er selbst