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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1843-01-01 · 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843) · p. Seite 117

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 117 (sequence 114)
Language
German
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Pia desidcria 117 gegebenen Einleitungen und Nachweisungen, erscheinen. Ja man geht wohl nicht zu weit indem man voraussetzt, daß manches Gewerbe darum unbeachtet bleibt, weil es sich bei der Berathung und Entscheidung nicht darftellt. Die Verzeichnisse der unzünftigen Gewerbe, und der freien Beschäftigungen sind vorzüglich darum mit ausgenommen worden, um auch denjenigen, welche sich zur Erlernung eines zünftigen Handwerks nicht rüstig und kräftig genug fühlen, einen Fingerzeig zur Aneignung von Gewerben zu geben, welche zu selbstständigen Nahrungswegen führen. Auch der Schwächere und Unvermögendere, auch der Bejahrtere und selbst Witwen und Mädchen finden bei einiger Anstelligkeit Mittel, sich auf ihre eigene Füße zu stellen, und dem druckenden Almosen von Verwandten oder Fremden zu entgehen. Nur mögen derartige Beschäftigungen auch nur ausschließlich solchen Personen angemuthet werden, Jünglinge und Männer aber einen entsprechenderen Gebrauch der ihnen zustehenden Kräfte zu machen verstehen. Allerdings dürften nicht wenige Gewerbe übersetzt sein; daß hingegen andere z. B. Drechslerei, Schuhmacherei dermalen auf unzureichende Weise betrieben werden, stellt sich durch verschiedene Umstände, namentlich aber auch dadurch heraus, daß ansehnlichere ausländische Bestellungen nicht erfüllt werden können; zu verschiedenen Professionen, namentlich aber zu solchen, welche eine gewisse technische oder künstlerische Bildung erfordern, z. B. Mechaniker, Coloristen, Manufacturzeichner u. s. w. fehlt es sosehr an tüchtigen Individuen, daß man genöthigt ist, Ausländer zu höchst kostspieligen Bedingungen herbei zu ziehen. Vereine zur Beförderung des Handwerksbetriebs unter den Israeliten wären daher schon aus dem Grunde anzupreisen, weil ihnen eine Masse von Einsichten und Erfahrungen zu Gebote steht, die das Individuum kaum jemals, am wenigsten aber beim Anbeginn seiner Laufbahn erlangt haben kann, und die ihm zur Bestimmung derselben von unschätzbarem Werth seyn müssen. Die beigesügten Verzeichnisse, so wie die ihnen voran-

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