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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1843-01-01 · 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843) · p. Seite 83

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 83 (sequence 81)
Language
German
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berühmter Zeitgenossen. 83 nur kurz: In Mainz geboren und erzogen, betrat er daselbst sein Lehramt, bis er 1826 nach Frankfurt berufen ward, wo er die übrigen Jahre thätig wirkte und endlich sein Haupt niederlegte. Diese geräuschlose Laufbahn blieb jedoch nicht ohne sichtbare Spuren für die Welt seiner Genossenschaft, und ihre Entwickelung steht in enger Beziehung zu der Gesammtbewegung des Judenthumes in dieser Zeit, so daß sie daran sich abzuspiegeln scheint; daher eignet sie sich, zu mannigfacher Belehrung der Nachwelt näher gerückt zu werden. Die Geburt dieses vortrefflichen Menschen fällt in die erste Morgendämmerung jüngern, selbstbewußten Judenthumes. Düstere Schatten deckten noch die Niederungen dieser geistigen Welt, um die Höhen lagerten dichte Nebel, und ein schwerer Schlaf hielt die Lebenskräfte gefesselt. Die Erschütterungen, welche ganz Europa empfand, begannen auch hier die Schlummernden aufzurütteln, und der lange brach gelegene Boden ward von rüstigen Arbeitern betreten. Menschenfreundliche Regenten blickten mild herab von ihren erhabenen Thronen und lobten anfeuernd den jugendlichen Aufschwung und liehen väterlichen Beistand dem mühevollen Streben. In jener Zeit, da das vorige Jahrhundert abtief und es dem neuen schöpfungsreichen überließ, alle keimenden Saaten zu reifen, wuchs der Knabe heran. Noch unterschied sein ungeübtes Auge nichts weiter als die verfallenen Trümmer einer langen Vorzeit rund umher; er las die halb verlöschten Inschriften einer alten Offenbarung und fortgesetzten Ueberlieferung; die Geister, welche einst am Sternenhimmel geglänzt und das nächtliche Dunkel beleuchtet hatten, umgaben ihn aufseinen Wegen, und während er in den weiten Labyrinthen des Thalmud und der hinzugefügten Anbaue sich erging, folgte er ihren Winken, um Sinn und Bedeutung aufzufassen, da wo Andere nur kalten Stein und verworrene Züge erblickten. Sein reiches Gemüth fühlte bald eine Lebenswärme, welche immer stärker durch sein ganzes Wesen

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