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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1843-01-01 · 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843) · p. Seite 22

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
Date
1843-01-01
Page
Seite 22 (sequence 23)
Language
German
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22 Rückblick auf könnten, so möchten diese für sich an den Kanzteihof rekurriren. Als jener Fall dem Lord Eldon vorgelegt wurde, entschied er: Judenknaben können nicht in die lateinische Schule gelassen werden, weil ihr Glaube sie verhindere, an deren Gebräuchen Theil zu nehmen, verweigerte aber jede Entscheidung über die andern Fragepunkte, die damals von den Juden erhoben waren, daher sei sein Dekret speciel auf jenen Fall anzuwenden und nicht auf die Aussteuern. (Hört!) Und m dem vorliegenden Falle kämen die Betreffenden ohne Weiteres als Einwohner vor diese Behörde. Er dächte, es sei keine Ursache vorhanden in Bezug auf die Juden ein besonderes Verfahren zu beobachten, sondern sie müssen die Wohlthaten der Stiftung gleich allen Andern geniesten, so wie es seit der letzten Parlamentsakte geschehen ist. Er trage auf ein Amendement an „dast, da es zweifelhaft erscheine, ob das Dekret Lord Eldons auch auf die unter dem Regime der gegenwärtigen Parlamentsakte handelnde Verwaltung anwenbar sei, so halte dieselbe sich nicht verpflichtet, die Kinder des Joseph Lyon und Godfrey Levy von den Wohltharen der Stiftung auszuschließen." Herr Rogers unterstützte das Amendement. Er hielt das alte Dekret nicht für die jetzige Verwaltung bindend, es beschränke sich auf bestimmte einzelne Punkte zwischen gewissen Parteien, und selbst im Falle eines neuen Rekurses an das Kanzleigericht, halte er nicht nur für zu hoffen, sondern für höchst wahrscheinlich, dast der gegenwärtige Kanzler die Entscheidung des vorigen umstoßen werde. Sei es nicht anzunehmen, dast Edward VI. nicht an jüdische Schüler für die lateinische Schule gedacht, so gelte dies eben so wohl für Dissenters, die dennoch dort erzogen würden, so wie Sir. S. Romilly äußerte: „Wenn ein armer Jude das Bein bricht, würdet ihr ihm die Aufnahme in M. Bartholemeus Hospital verweigern, weil der Stifter Edward VI nicht daran gedacht hat, Juden darin heilen zu lassen"? Mehrere Herren redeten die Versammlung an, und die Debatte währte mehrere Stunden, endlich kam es zur Ab-

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