Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 2. Jahrgang = Jahr 5604 (1843-1844) (1843)
- Date
- 1843-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 22)
- Language
- German
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21 das Jahr 1842. Handwerksburschen, Belohnungen für Dienstbotentreue u. dgl. m. ertheilt. Einige jüdische Familien in der Stadt sind von Zeit zu Zeit aus dieser Stiftung unweigerlich unterstützt worden, mit einer einzigen Ausnahme im Jahre 1821, weswegen Herr Michael Joseph und die Aeltesten der Synagoge auf der Lcadenhalt Street damals an den Lordkanzler Eldon Rekurs nahmen. Der Fall ward von dem General-Altorney Sir Samuel Romilly und Mehreren untersucht, und nach genauer Erörterung dekretirte der Lordkanzler, die Juden hätten keinen Anspruch auf die Wohlthaten jener Stiftung. Indessen genossen dennoch stadtbürtige Israeliten Wohlthaten aus der Stiftung und bei einigen geschieht dies bis heute fort. Bei der letzten Quartalsitzung im April meldeten sich zwei Judenmädchen zu der Ausstattung; das Gesuch ward aber abgewiesen, indem alle Juden Fremde, und nicht zu den Wohlthaten berechtigt seien. Eine bedeutende Aufregung erfolgte, und so veranlagten die Verwalter eine Generalversammlung, um einen genügenden Beschluß über den Gegenstand zu haben. Die Versammlung fand am Donnerstag den 19. Mai statt, unter Vorsitz des Mayors, welcher von Amtswegen Verwalter ist. Herr Hyne trug den Gegenstand vor, indem er eine mit etwa 900 Unterschriften von verschiedenen Einwohnern versehene Petition vorlegte, welche verlangt, daß der Jsabella Lyon und Franziska Levy als stadtbürtigen wohlberufenen Mädchen das Ausstattungs- Ratum ertheilt werden möge. Mehrere Redner trugen auf Abweisung, andere auf eine neue Berufung an den Lordkanzler an. — Herr Scharman aber zweifelte nicht, daß die Entscheidung des einen Kanzlers von dem andern berücksichtigt werden müsse, die Frage sei aber jetzt: hat sich nicht die ganze Lage der Sachen seitdem geändert? Und ist jenes Dekret für eine Verwaltung bindend, die unter einem ganz andern Gesetze gewählt ist? Er dächte das Gegentheil, und sie möchten gerne fortfahren, den Genuß allgemein zu verrheilen, ohne Rücksicht auf Glaubensunterschied, und wenn einige Mitglieder der Verwaltung sich hierin nicht finden