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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1842-01-01 · 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842) · p. Seite 175

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
Date
1842-01-01
Page
Seite 175 (sequence 223)
Language
German
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175 seine vielen Schüler und Verehrer, um ihn Badens Juden, die ihre Verbesserungen in Schule und Eultur meist ihm verdanken. — Am 21. Feb. 1812, verstarb zu Töplitz (Böhmen) der allverehrte Rabbi D. Kulb, in einem 'Alter von 75 Jahren. Sein talmudisches Wissen war gründlich und umfassend, und trotz den streng orthodoxen Prinzipien jener Zeit, der er eigentlich angehörte, wußte er doch durch humane Toleranz so manche religiöse Differenzen der Gegenwart schonend auszuglcichen. — Sowohl aus cU genen Mitteln als durch Erweckung der Theilnahme bei seinen Glaubensgenossen war er eine nie versiegbare Quelle des Trostes und der Hülfe für jeden Dürftigen. Er hatte das Unglückseino Gattin, alle seine Kinder und selbst sein einziges Enkel zu überleben, und alle diese Schläge ertrug er mit einer frommen Hingebung in den Willen des Höchsten. So verdiente er als Gelehrte wie auch als Mensch die Hochachtung Aller. — Am 26. Feb. 1842, erlitt Preßburg durch das Hinscheiden des Herrn Alex. Cohn, Gründers und ersten Vorstehers der dortigen k. israel. Primär-Schule, einen höchst beklagenswerthen Verlust. Die Gründung einer so trefflichen deutschen israelitischen Schule inmitten einer Engherzigkeit 'Aller, und der unbeschreiblichen Verfolgung der unzähligen Bigotten und Scheinheiligen, wie sie nur Preßburg in dem Maße vor zwanzig Jahren besaß, ist als ein Riesenwerk anzustaunen. Er starb im 65. Jahre, seines für alles Gemeinnützige und besonders für seine Glaubensbrüder rastlos thätigen Lebenü. Er leistete in diesen wenigen Jahren als Kaufmann, Familienvater und Menschenfreund was nur großen und edlen Geistern möglich ist. Zu Königsberg in Preußen, starb am 4. März 1842 im kräftigsten Lebensalter,' inmitten seines segensreichen Wirkens, der als Mensch wie als Arzt hochverehrte 1)r. L o u i s Jakobson; er war Stifter und Begründer der dortigen israel, Vereins-(Armen) Schule, die er als Vorsteher mit musterhafter Sorgfalt verwaltet und für tüchtige Leistungen in derselben gesorgt hat. Im Vereine mit seiner gleich edlen Gattin leitete er seit einer Reihe von Jahren mit Eifer und völliger Hingebung das dortige 'Armenwesen und spendete fortwährend Tausenden Rath, Trost und Hülfe,und schaffte auch, als ausgezeichneter Arzt der dortigen israelitischen Kranken- Anstalt, uneigennützig jedem Leidenden Hülfe und Pflege. Tief und innig war die Theilnahme die sich bei seinem großen Leichenzuge kund gab. 2lm 23. März 1842 starb zu Bayone Herr Jakob AthiaS, -X-

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