Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- – (sequence 193)
- Language
- German
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weilt cm Gott in klaren, lichten Sphären, DeßVaterange ob der Schöpfung wacht, Deß Vorsehung und Huld sich uns bewahren Mit stets erneu'ter, majestät'scber Pracht. Es ist ein Gott, muß Tag den Tag belehren. Und Kunde gibt hievon die Nacht der Nacht; Es ist ein Gott, ruft Wald und Flur und Auen, Und was geschieht, sein Auge muß es schauen. Es ist ein Gott, ein Richter unsrer Thaten, Der aller Menschen Thun und Denken zahlt. Und was geheim im Herzen wir berathen. Er sieht'ö und wiegt's eh sich's zur That beseelt Und blühen muß die Straf' den Frevelsaaten, Ist leblos auch der Bote, den er wählt: Ein Wort gebrochen, feierlich gegeben. Wird d'rob der Stein zum Rächer sich beleben. Ein Auge wacht, dem Düster gleich dem Lichte, Das aller Finsterniß Geweb'' durchschau't; Der Glaube lehrt's, es kündet's die Geschichte, Die Vorwelt predigt es der Nachwelt laut. Und strenge sitzt ein Richter zu Gerichte; Und jedes Wort den Lüften anvertrau't. Verzeichnet wird's im großen Weltenbuche, Gedeiht zum Segen, oder reift zum Fluche. — I. Die Sonne strahlte heiter aus den Höhen, Und grüßte freundlich lächelnd die Natur, Und sanftes Säuseln, mildes Jephirwehen, Umwogte spielend Auen, Wald und Flur; Die Schöpfung feierte ihr Auferstehen, Die Frühlingsstunde schlug die Weltenuhr. Die Erde trug der Blumen Prachrgeschmeide, Zum Brautfest der Verjüngung und der Freude.