Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 142)
- Language
- German
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von Joseph Werthelrner. 87 Wiewohl aber ein Schwimmcours mit den Nebenauslagen auf höchstens 20 fl. zu stehen kommt, so dürften sich doch die wenigsten aus den unbemittelteren Klassen zu einer so besonderen Auslage verstehen, einmal insofern es ihnen ihre Umstände wirklich nicht gestatten, und dann weil sie zur rechten Würdigung des Gegenstandes noch nicht gelangt sind. Mit einem verhältnißmäßig geringen Opfer könnte daher hier sowohl auf dem öffentlichen als Privatwege ein weit sich verzweigendes Gutes ge« j fördert werden. j Haben wir uns mit der Kindheit und Jugend beschäftigt, so j ist es billig, daß wir auch dem hülflosen Alter einen Blick zuweni den. Eine Versorgungs- und Siechenanstalt für erwerbsunfähige hiesige Israeliten erschiene sehr :•! wünschenswerth, und das Nützliche einer solchen Anstalt ist ] schon aus einigen Fällen hervorgegangen und wurde auch bereits im Kreise der Leiter dieser Gemeinde anerkannt. Doch dürfte es wohl noch einige Zeit währen, bis diese als solche sich ernstlich mit diesem Gegenstand beschäftigen könnte, da sie zunächst durch schwere Verpflichtungen, welche die Errichtung ihres Tempels veranlaßte, in Anspruch genommen ist. Es ist daher zu hoffen und zu wünschen, daß sich früher auf dem Privatf Wege die Nealistrung dieser Idee eröffnen werde. Dazu dürste f sich die größere Ausbreitung der Spitalslocalität, besonders der Höhe nach, als sehr fördernd Herausstellen. Der normale Krankenstand im Spital ist mäßig genug, um aus solcher Vereinigung keinerlei Uebelstände besorgen zu lassen, während andrerseits die Küche, der Garten und ein Theil des Personals zur gemeinschaftlichen Benützung dienen könnten und dadurch wesentliche! Ersparnisse zugeiassen würden. Wären demnach nur einmal die Kosten des Aufbaues und der ersten Einrichtung aufgebracht, ’ so dürften dann Pfründner gegen ein sehr mäßiges Entgeld zugelassen werden, und Stiftungen für Verwandte oder sonst Bej dürftige sehr erleichtert werden. Mögen diese einfachen, wohlgemeinten Worte bei empfänglichen Gemüthern Eingang finden, und Veranlassung