Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 1 = Jahr 5603 (1842-1843) (1842)
- Date
- 1842-01-01
- Page
- – (sequence 113)
- Language
- German
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weit dem Jahre 1840 steht der Name Montefiore mit unauslöschlicher Schrift auf den Tafeln der Geschichte nicht nur Israels und einiger morgenländischen Gegenden, sondern der Menschheit und ihrer herrlichen Blüthe im civilisirten Europa. Der bloße Name ruft vor unsere Phantasie eine Reihe von Bildern, die, je länger wir sie betrachten, desto stärker das Gemüth bewegen, und einen desto wohlthuendern und erhebendern Eindruck zurücklaffen. Mit grausenhaftem Entsetzen erblicken wir dort, in Damask's lieblichen Gefilden, wo die Natur ihre ganze Pracht entfaltet, in jenem Garten des Herrn, wo nur Engel ihre Chöre anftimmen sollten zum Preise des Schöpfers, plötzlich Höllengeister, welche aus der Erde hervortummeln, und Haß und Tücke und Verrath und Mord in wilder Wuth alle Greuel verüben, wozu Habsucht oder Rache oder Uebermuth sie reizen; — von.fern steht tief bekümmert der Genius der Menschheit, winkend den Nationen das Werk der Finsterniß zu schauen und herbeizueilen, um die Schatten zu verscheuchen; sie kommen und sehen, Staunen malt sich auf ihren Zügen, Schrecken und Zweifel beengen die Brust, hier werden bange Seufzer vernommen, dort fließt eine Thrane tiefen Mitgefühls, aber vergebens erwartet man Rettung, es schaudert vielmehr die Menge vor den wachsenden Ungeheuern, welche im Wirbeltanze das harmlose Geschlecht mit-fortreißen, Gift sprühend und mit ihrem Geifer bespritzend selbst die reinern Sprößlinge Europa'S, bis auch ihnen die Sinne schwinden und der Taumel sich vermehrt, — da erscheint ein rettender Mo seS, und es erbeben die Riesen, der Unterwelt, sein Wort löset den furchtbaren Zauber, die Unholde versinken Ln der Erde Tiefen , die Wolken verschwinden und am verklärten Himmel schwebt der Friede, lächelnd dem versöhnten Menschengeschlechts und mit der Palme bekränzend das geweihte Haupt des Dieners, welcher nicht mit dem Schwerte, nicht mit der Flammenwuth, sondern mit der Kraft der Tugend, mit dem Worte der Wahrheit einen so glänzenden Sieg errungen. Das ist Israels Ruhm, des Erstgebornen, von jeher erkoren, zu wandeln an der Hand des Herrn, nicht um Nationen zu überwältigen und mit gewaltigem Scepter weite Ländergebiete zu beherrschen, sondern an sich darzustellen ein Bild des kräftigen Glaubens und muth'tger