Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 259)
- Language
- German
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224 organisirte evangelisch-theologische Fakultät an der hiesigen Universität zu errichten und Männer von hervorragender Befähigung an dieselbe zu berufen. Allein schon seit ihrer Konstituirung besaßen viele Gemeinden ihre eigenen konfessionellen Elementarschulen, in der jüngsten Zeit haben sie aber auch die Mittel gefunden, ein schönes und zweckmäßiges Schulhaus zu erbauen, wobei nur Grund und Boden ihnen in Ansehung des Zweckes unentgeldlich überlassen, der Bau aber aus Eigenem aufgebracht wurde. Hieraus geht hervor, daß während wir in Sachen des Kultus und der Wohlthätigkeit sehr erfreuliche Fortschritte nachzuweisen haben, wir namentlich in den höhern Unterrichtsangelegenheiten gegen die Vorsorge anderer Konfessionen , so wie unserer eigenen Altvordern zurückgeblieben sind. Weil wir den Acker so lange in unzweckmäßiger Weise gepflügt haben und weil er uns statt der goldenen Aehren so viele taube brachte, glauben wir der angemesseneren Aussaat und Behandlung ganz und gar entrathen zu können. Wir weihen schöne großartige Tempel ein, aber wir stellen es dem Zufall anheim, daß das Wort Gottes dem Tempel die rechte Weihe verleihe. Es fehlt uns nicht an dem Unterricht, der den Schlächter anweist, wie das Vieh nach strengen Ritualgesetzen zu tödten sei, wohl aber an Disziplinen zur Befestigung der Religion und Sittlichkeit. Der Zufall möge uns stets den'rechten Mann entsenden, und es macht uns nicht einmal stutzig, daß solche rechte Männer immer seltener werden , und daß wir sie in der Regel in entlegener Ferne zu suchenhaben. Im eigenen Lande lassen wir den