Mannheim
Compact Memory

Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1868-01-01 · Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868) · p. Seite 171

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 171 (sequence 206)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2609281-3183021--6872-3183895
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

171 Theodot,. welcher den Raub der Dina und den Kampf der Söhne Jakobi zur Sühne ihrer Schwester in einem Heldengedichte bearbeitete, und wahrscheinlich ist es dieser alexandrinische Dichter, welcher durch sein Epos den Griechen zeigen wollte, daß auch die Urgeschichte seines Volkes reich an heroischen Gestalten ist. Dieser Synkretismus, von dem wir einige Beispiele geliefert haben, erstreckt sich nicht blos auf die Nachkommen Jafet's oder die Arier, sondern auch die Chamiten, speciell die Egypter. Von Josef wird in der Mechilta (Abschnitt Beschallach Cap. 1) erzählt, daß seine Gebeine beim Auszuge der Israeliten aus Egypten vergebens vom Moses gesucht wurden, bis ein Weib, Serach, *) dieToch- *) Die sehr schützbaren Winke, welche der ehrwürdige Verfasser hiemit gibt, um das Nachdenken über Verschmelzung jüdischer und arischer Sagen anzuregen, erlauben-wir uns in Bezug auf Serach Ascher's Tochter, die die Versenkung des Josefsarges in den Nilus kennt, durch folgende Andeutung zu erweitern: Osiris ist der egyptische Sonnengott, das Wort bedeutet so viel, als „Allsehender" wie die Griechen vom Helios sagen, das; er Alles wisse, weil er alles Erdische bescheint. Sein Sinnbild war der Stier Apis. Osiris wird in einen Sarg gesperrt, ins Meer versenkt, nach Biblos geschwemmt u. s. w. lauten mythische Darstellungenjener Veränderungen, die man an der Sonne wahrnimmt. Dem gegenüber halte man folgende Daten: Josef wird unter dem Bilde eines Stieres dargestellt, der Hauptstamm der Josefiner ist Ephraim von Par Stien, die Ephraimiter ergehen sich in ihrem Verfalle am leichtesten dem Kälberdienste (Jerobeam, goldenes Kalb). Josua, der hervorragendste Ephraimite, liegt begraben in Timnath-Serach oder wie es wieder einmal

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.